Zusammen gegen Ausgrenzung

Theaterprojekt geht in die zweite Runde

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© Foto: privat

Uslar (usm) - Unter dem selbsterklärendem Motto „ZusammenHalt“ haben sich zwölf junge Akteure und Akteurinnen aus dem Kinderdorf und dem Jugendwohnen des Albert-Schweitzer-Familienwerk Uslar sowie der Uslarer Albert-Schweitzer-Förderschule zusammengeschlossen, um ein Theaterstück über zwischenmenschliche Beziehungen und deren mögliche Auswirkungen zu kreieren. Regisseur dieses Projekts ist Timo Hübsch, der als beliebter Fernsehschauspieler vielen ein Begriff sein dürfte.
Das gesamte Projekt läuft dank der Förderung durch das Bündnis für Bildung „Kultur macht stark“ und wird federführend vom Albert-Schweitzer-Familienwerk begleitet. Wichtige Kooperationspartner sind zudem der Verein der bekannten Schauspielerin Kristin Meyer: „Act to Be e.V.“, die Albert-Schweitzer-Förderschule, Arte Events Uslar sowie der Bundesverband der Albert-Schweitzer-Kinderdörfer und Familienwerke.
Nach einem fulminanten Projektauftakt, wurden die Arbeiten am Stück kürzlich von den Jugendlichen vertieft. Dafür hat Timo Hübsch ein weiteres Mal den Weg nach Uslar gefunden und nicht vergessen, dass er seinen jungen Akteuren beim Auftakt eine Hausaufgabe gegeben hatte. Die Jugendlichen sollten eine Rede über Ausgrenzung halten und sich dem Thema Zusammenhalt dadurch mal von der Kehrseite nähern. Nicht zuletzt eigene Erfahrungen mit dem sensiblen Thema gaben den vorgebrachten Reden viel Input. So schlüpfte Selvije Izlamay kurzerhand in die Rolle von Michelle Obama. Sie berührte und überzeugte nicht nur Regisseur Timo Hübsch und das Projektteam, sondern auch ihre Mitstreiter/innen mit ihrer zielgerichteten Rede für die Rechte gehandicapter Menschen.
Projektleiterin Andrea Schlemme vom Jugendwohnen des Albert-Schweitzer-Familienwerks lobt diesen Einsatz: „Obwohl aufgrund eigener Erfahrungen immer mal wieder die Emotionen durchblitzten, verhielt sich Selvije in ihrer Rolle als Michelle Obama unglaublich professionell und hat uns beeindruckt, als wir nicht damit rechneten.“
Dass Timo Hübsch mit seiner Aufgabe den Nerv der Gruppe getroffen hatte, wurde schnell deutlich. Unisono bestätigten die Teilnehmer, dass Ausgrenzung auch ihr Leben berührt hat. Eine gemeinsame Reflektion im Anschluss machte bewusst, dass niemand allein dasteht und gab Impulse zum Umgang mit Ausgrenzungen. Bezogen auf das Theaterstück hat jeder Teilnehmer nun eine exakte Vorstellung im Kopf, was genau „ZusammenHalt“ ausmacht – im Miteinander und im geplanten Stück.
Um dem Ergebnis noch näher zu kommen, geht es nun auf große Reise: Timo Hübsch lud die Teilnehmer in seine Heimat Köln ein und hat auch dort Großes mit ihnen vor.
Proben- und Workshop-Stunden im Kulturhaus Stollwerck zaubern nicht nur eine neue, ungewohnte Atmosphäre, sondern sollen zugleich Quell einer weiteren, einer anderen Art der Inspiration sein. Eine in der Comedia stattfindende Aufführung soll die ZusammenHalt-Akteure zudem motivieren und ihnen nicht nur ihr eigenes Ziel, sondern auch dessen Machbarkeit vor Augen führen. Zum Abschluss des fünftägigen Ausflugs gibt es im Rahmen des Festivalauftakts „Die Stadt von Morgen“ gar ein Feuerwerk und ganz viel kulturelles Rahmenprogramm zu erleben. Mit diesem bunten Erinnerungsstrauß im Gepäck und konkreten Szenen im Kopf, wie zwölf besondere und motivierte Jugendliche die Message der „Nicht-Ausgrenzung“ mit der Bühne als Handwerkszeug in die Welt hinaustragen können, geht es dann wieder gen südniedersächsische Heimat. Die perfekte Grundlage zur Ausarbeitung lieferte Kim Wodtke mit ihren Worten schon beim heimischen Vorbereitungstreffen: „Wir sollten stolz darauf sein, dass jeder anders ist und wir sollten den Kampf gegen Ausgrenzung in der Welt angehen und ich bin überzeugt, dass wir es gemeinsam schaffen.“

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