Erfurt (dp) – „Wissen verändert erst dann die Welt, wenn es praktisch umgesetzt wird.“ Das sagte Prof. Dr. Roland Merten, Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, bei der Verleihung des TheoPrax-Preises im Festsaal des Erfurter Rathauses.
Diesen Preis erhielten am Mittwoch, 23. November, sechs Schüler- und Studentengruppen aus verschiedenen Bundesländern. Der Preis würdigt herausragende Projektarbeiten, die an Schulen und Hochschulen bundesweit durchgeführt werden. Dabei können Schüler und Studenten Ergebnisse einreichen, die sie im Team bearbeitet haben. Die Themen beziehen sich auf industrielle, wirtschaftliche oder kommunale Projekte. In diesem Jahr erhielten den ersten Preis in der Kategorie Universität Studenten der Uni Erfurt. Mit ihrem Betreuer Dr. Alexander Thumfart bearbeiteten sie das Thema „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“.
Dahinter steht ein Seminar, das seit 2007 von Studierenden für Studenten organisiert und initiiert wird. Die Teilnehmer setzen sich dabei mit dem Thema Bildung für eine nachhaltige Entwicklung auseinander. Es beleuchtet die Facetten beispielsweise auf sozialer Ebene, bei anderen Projekte oder in der Freizeit. Die Überraschung waren allerdings drei Schülereinerr 8. Klasse aus Karlsruhe, die einen Katamaran gebaut hatten und ihn als Modell vorstellten. Das Zubehör zum Bau hat ganze 20 Euro gekostet. Der Katamaran ist mit einem Windrad ausgerüstet und kann so den Wind aus verschiedenen Richtungen „einfangen“. Das Boot ist schnell, braucht wenig Kraft und dreht sich sowohl horizontal als auch vertikal. Andere Preisträger haben sich mit den Themen Ressourcenknappheit, der Darstellung von Migrationsszenen sowie der Entwicklung eines Smartphone-Apps für Menschen mit Hörschädigungen beschäftigt.
Theorie und Praxis besser verknüpfen
© Matthias Gränzdörfer
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