Waldjugendspiele 2021

Viel zu Entdecken in Wald und Flur

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Bei den Waldjugendspielen wird nicht nur von ferne beobachtet, sondern auch tüchtig untersucht und gesammelt.

© Foto: Stadt Höxter

Höxter (ozm) - „Das ist eine Lärche, das ist mein Lieblingsbaum. Die war 2012 nämlich Baum des Jahres und da wurde ich geboren!“, ruft Rosalie beim Bestimmen eines Baumes an der Station 11 des 3,5 km langen Parcours der Waldjugendspiele.
An den Waldjugendspielen, die in NRW erstmalig 1977 in Düsseldorf stattfanden, nahmen in dieser Woche zahlreiche Viertklässler aller Grundschulen in Höxter teil.
Die Lehrerinnen Susanne Gemmeke und Carolin Scheideler von der Petrischule bauten in Zusammenarbeit mit dem Forstwirtschaftsmeister der Stadt Höxter, Martin Schürmann, im Stadtwald auf dem Brunsberg sechszehn Stationen zum Neuentdecken und Wiederfinden auf.
„Damit möchten wir die Kinder zum Beobachten, Erkennen und Handeln anregen“, begründet Susanne Gemmeke ihr Engagement. Frau Scheideler ergänzt: „Wir wünschen uns, dass die Kinder dadurch Verantwortungsgefühl und Verständnis für die Natur entwickeln.“
Schon bevor es losging, stellten die Kinder vor der Brunsberghütte bei strahlendem Sonnenschein und wunderbarem Blick auf die Weserlandschaft gemeinsam Waldregeln auf, wie z. B. Abfälle wieder mitnehmen, keinen Lärm machen, keine Beeren essen, denn sie könnten giftig sein.
Dann ging es endlich los. Die Kinder machten sich in Kleingruppen, die von engagierten Eltern betreut wurden, auf den Weg durch den Parcours mit sechszehn Stationen. Da wurde gerochen, gefühlt und gelauscht.
Mit dedektivischem Spürsinn lösten die Kinder Fragen, die da lauteten „Warum ist die Borkenkäferfalle schwarz und nicht etwa bunt?“ oder welchen Gefahren ein junger Baum im Wald ausgesetzt ist.
Mit Eifer und Einfallsreichtum ermittelten sie, warum ein toter Baum nützlich sein könnte oder wie man mit Baumscheiben ein Moor überquert. Die Kinder bestimmten mit ihrer Beobachtungsgabe Baumarten und ermittelten Gegenstände, die nichts im Wald zu suchen haben. Nebenher sammelten sie Fossilien, Stöcke, erkundeten seltsam geformte Wurzeln und begutachten Käfer und Schnecken auf dem Waldweg. Der Parcours endete schließlich an der Tannenzapfwurf-Station.
Die Waldjugendspiele haben sich landesweit als ein wichtiges Naturerlebnis für Viertklässler entwickelt. Die Baudezernentin der Stadt Höxter, Claudia Koch, macht deutlich: „Direkte Erlebnisse und Erfahrungen im Wald machen die Kinder sensibel für ökologische Zusammenhänge und fordern ihre Wertschätzung einer intakten Umwelt. Daher unterstützt der Stadtforst sehr gerne die Waldjugendspiele.“

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