Flechtsommer 2018

Vielfalt an Kursen

Dalhausen (brv) - Der Flechtsommer im Korbmacher-Museum Dalhausen bietet mit seinem Programm eine bis dahin noch nicht dagewesene Vielfalt an Kursen für Anfänger und langjährige Flechter.

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Filigrane Flechtwerke in verschiedenen Techniken der Feinflechterei.

© Foto: Hansgert Butterweck

Das Flechthandwerk gehört zum Kulturerbe und hat sich zu einem echten Highlight in der und für die Region entwickelt. Dazu gehören alte Handwerkstraditionen in modernem Gewand, für Anfänger und Fortgeschrittene, mit Kursleitern aus ganz Europa, mit landesüblichen und ureigenen Flechttechniken.
Der Heimatverein Dalhausen und die VHS hatten 2014 zum 20-jährigen Jubiläum des Korbmacher-Museums als Versuch ein Programm auf die Beine gestellt, was sich über die vergangenen fünf Jahre immer weiter etabliert hat und sowohl Künstler als auch Teilnehmer aus ganz Europa nach Dalhausen zieht. Dabei bietet das Korbmacher-Museum den perfekten Rahmen für die Flechtkurse.
Auch bei dem diesjährigen Flechtsommer ist für jeden Teilnehmer etwas dabei: Vom Tagesworkshop für Anfänger bis zu mehrtägigen Seminaren für erfahrene Flechter, die ihre Kenntnisse und Fertigkeiten weiter vertiefen wollen.
Die Ausstellungseröffnung mit Tim Johnson und dem Vortrag „Lines and Fragments – Linien und Fragmente“ findet in diesem Jahr am 15. Juli 2018 im Korbmacher-Museum statt.
Die Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit der "Deutschen Korbstadt Lichtenfels" stattfindet, ist bis zum 09. September 2018 im Korbmacher-Museum zu sehen.
Wer den Künstler Tim Johnson einmal in Aktion erleben möchte, kann die alten Techniken des „Looping“ mit weichen Materialien wie Binsen und Esparto in einem 2-tägigen Seminar (16. und 17.07.) erlernen.
Mònica Guilera Subirana ist zum ersten Mal in Dalhausen. Bei der zweitägigen Veranstaltung „Nansa – Mediterrane Fischreusentechnik“ (18. und 19.07.) lernen interessierte Flechter spezielle mediterrane Techniken. Diese kombinieren starre und flexible Elemente, die insbesondere von Fischern verwendet wurden.

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„Wo gehobelt wird, da fallen Späne“: das gilt auch für die Feinarbeit mit Weidenschienen.

© Foto: Hansgert Butterweck


Mit den „Spiralgeflechten“ (31.07.) lassen sich besonders filigrane Flechtwerke, z. B. Windlichter, Schalen, Vasen oder auch Windwipper gestalten. Die Dozentin Kerstin Eikmeier zeigt, wie man kleine Kunstwerke erstellt, die beeindrucken.
Und wem selbst das nicht ausreicht, der kann sich auch in diesem Jahr auf ein 5-tägiges Seminar mit Esmé Hofmann freuen. Die Dozentin aus den Niederlanden widmet sich der sogenannten „Feinflechterei“ (17. bis 21.08.) mit einer großen Bandbreite an Mustern und Techniken. Diese Handwerkstechnik ist zeitintensiv, wunderschön und ein kleiner Ausflug in eine andere Welt. Hierbei sind Grundkenntnisse hilfreich, aber nicht Voraussetzung.
Auch Carlos Fontales ist wieder dabei. Er kommt bereits zum dritten Mal aus Galizien nach Dalhausen. In diesem Jahr bietet er den Kurs „Pleita und Trenza“ (17. und 18.08.) an. Pleita und Trenza sind zwei klassische Methoden der Espartoverarbeitung, die beide in dem zu flechtenden Korb Anwendung finden.
Wer es noch kreativer mag, kann am Beispiel eines runden oder ovalen Korbes in dem zweitägigen Workshop „Strukturen, Texturen und Details“ (zwei Workshops: 31.08.und 01.09. oder 03. und 04.09.) unter der Leitung von Mai Hvid Joergensen verschiedene Techniken und Materialien in ihrer Eigenschaft und Farbigkeit kombinieren. Auch hier gilt: Grundkenntnisse sind hilfreich, jedoch keine Voraussetzung.
Wer einen ersten Eindruck vom Flechtsommer gewinnen möchte, findet auf der VHS-Homepage den Imagefilm aus dem Sommer 2016.
Anmeldungen können über die Homepage (www.vhs-beverungen.de), per E-Mail (vhs@beverungen.de) oder persönlich im VHS-Büro (Weserstr. 16) getätigt werden.

 

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