NABU

Weitere Nisthilfe für den Schwarzstorch

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Ein Storchenpaar. Durch die ausgesprochene Brutplatztreue treffen sich die Geschlechter im Frühjahr im angestammten Brutrevier wieder. Das Gelege besteht aus drei und fünf Eiern.

 

© Foto: M. Vöbel

Reinhardshagen (hai) - Das Forstamt Reinhardshagen hat einen weiteren Kunsthorst für den Schwarzstorch bauen lassen. Mit Unterstützung der NABU Ortsgruppe Hofgeismar wurde an einer versteckten Stelle im Reinhardswald eine geeignete starke Buche gefunden, in der Rainer Büchner als versierter Baumkletterer die einzelnen Bauteile des Nestes zusammengebaut hat.
Der für Naturschutz im Forstamt zuständige Förster Wilfried Bettenhausen hat den Standort ausgewählt und den Bau organisiert.
Bereits im Frühjahr hatte das Forstamt einen Kunsthorst errichten lassen. Prompt wurde dieser auch vom Schwarzstorch angenommen. Das Storchenpaar hat darauf erfolgreich zwei Junge großgezogen.
Der zweite Kunsthorst liegt weit von dem anderen Horst entfernt. An einer Stelle, wo immer mal wieder die scheuen Vögel bei der Nahrungsaufnahme beobachtet wurden.
Natürlich kann der Schwarzstorch sein Nest auch selber bauen. „Bei der Auswahl muss aber alles passen“, so Bettenhausen. Denn das große und schwere Nest benötigt den perfekten Baum mit großer Krone und eine Astanordnung, die solch ein Nest tragen kann. Weiterhin muss der Baum so stehen, dass dieser von dem Vogel mit einer Flügelspannweite von rund zwei Metern hindernisfrei angeflogen werden kann und nicht zuletzt muss auch in der Umgebung ausreichend Nahrung zu finden sein.
Durch den Kunsthorst wird versucht, diese Idealbedingungen im Nahrungsbiotop künstlich herzustellen. Ob das gelungen ist wird sich im nächsten Frühjahr, wenn die Störche aus ihren Winterquartieren zurückkehren, zeigen. Vielleicht wird er von einem Schwarzstorchpaar bezogen.

Hintergrund
Das Forstamt Reinhardshagen hat eine Artenpatenschaft für den Schwarzstorch (wissenschaftlicher Name: Ciconia nigra – schwarzer Schreitvogel) übernommen. Als sehr störungsempfindliche Art hat das Forstamt daher ein besonderes Augenmerk auf den Vogel gerichtet.
So werden in der Waldbewirtschaftung im Bereich bekannter Horstbäume auf weitgehende Holznutzung verzichtet, Nahrungsbiotope angelegt und Bachtäler in eine naturnahe Bestockung umgewandelt.

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