Breuna (IS) – Der Frage, welchen Weg das Obst nimmt, bevor es in der Auslage des Rewe-Marktes Rößling landet, gingen 51 Schüler der Katholischen Grundschule Scherfede mit ihren Lehrerinnen Anne Sude und Elke Köllinger sowie Oliver Rößling, dem Inhaber des Rewe-Marktes Scherfede, nach.
Jede Menge Obst und Gemüse werden täglich im Rewelager verladen. Die Kinder der Kath. Grundschule Scherfede lernten hier viel über die Logistik der Supermärkte. Mit im Bild (v.l.) Inhaber des Rewemarktes Scherfede Oliver Rößling und Betriebsstellenleiter Jens Heitzmann.
© Foto: SeidenstückerDafür reisten sie mit dem Bus ins Rewe-Lager nach Breuna. Hier erfuhren die Schüler zunächst einiges über die Herkunft verschiedener Obstsorten und lernten exotische Früchte kennen, indem sie diese selbst kosten durften. Neben Minibananen, Papaya und Karambole (Sternfrucht) durften auch Cherimoya, Kumquats oder Kiwano probiert werden. Nicht immer wurde da der Geschmack der Kinder getroffen. Doch waren dies ja auch nicht die Obstsorten, die in den Familien und in der Schule normalerweise gegessen werden. Nach der Theorie und der Verkostung, die von Betriebsstellenleiter Jens Heitzmann auch noch mit einem Eis belohnt wurde, ging es in die großen Lagerhallen, wo Obst und Gemüse auf ihren Abtransport zu den einzelnen Rewe-Märkten warten. Auf 22.000 Quadratmetern lagern hier in riesigen Hallen mit unterschiedlichen Temperaturen die Lebensmittel. Waren es bei den Früchten noch angenehme Gradzahlen, gefror einem fast der Atem in der -24 Grad kalten Tiefkühlhalle.
Da staunten die Schüler, wie viele Paletten an Obst und Gemüse hier zu sehen waren und durften sogar selbst einen Teil des bestellten Obstes für den Scherfeder Rewe-Markt auf dem Gabelstapler bereitstellen. Natürlich hatten die Schüler auch jede Menge Fragen, denen sich Heitzmann und Marco Nolte, der für die Qualitätssicherung zuständig ist, stellten. Die Größe des Lagers, die Zahl der Mitarbeiter (250 und 110 LKW-Fahrer) und wie viel ein Gabelstapler tragen kann (1 Tonne), waren von großem Interesse.
Nun können die Schüler den logistischen Aufwand, den es braucht, bis das Obst zu Hause ankommt, sehr gut nachvollziehen. Der Ausflug ins Rewe-Lager war Teil des EU-Schulobstprogramms NRW, an dem sich die Grundschule und der Rewemarkt Rößling beteiligen. Rößling liefert jeden Tag Obst für 220 Schüler. Dies wird dann von Eltern und anderen Helfern in der Schule für den Verzehr vorbereitet.
Ziel des Programms ist es, den Kindern eine Extraportion Vitamine zukommen zu lassen, Obst und Gemüse wieder schmackhaft zu machen und ein gesundheitsförderliches Verhalten nahe zu bringen.
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