Tierschutz und Wildschäden sind nur zwei der Gegensätze mit denen ein Jäger leben muss

Wildschweinjagd bei der Maisernte

Hildburghausen (HH) – Die Maisernte in Thüringen (wir berichteten) war auch eine Hochsaison für die Jäger im Freistaat. Bauern und Waidmänner arbeiten zusammen, um den Wildschaden auf den Feldern in Grenzen zu halten.

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Wildschweinjagd bei der Maisernte

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Unterhalb der Gleichberge hatte der zuständige Jagdpächter dutzende Kollegen zur so genannten Riegeljagd eingeladen. Dabei wurden die Felder umstellt, also abgeriegelt, die gerade abgeerntet werden. Irgendwann mussten die Tiere herauskommen, für die die Maisfelder nicht nur hervorragende Nahrungsquelle, sondern auch ein gutes Versteck abgaben. Und es funktionierte jedes Mal! Kurz bevor der letzte Halm von den Erntemaschinen gefressen wurde, brachen sie zu dutzenden heraus. Wildschweine, Rehe und jede Menge Füchse. Die Jäger schossen aber nur auf die Schweine und auch nur auf ausgewählte. Denn die Restriktionen für die Grünröcke sind hoch. Es darf nur saisonal gejagt werden, für jede Tierart anders, unterschieden nach Geschlecht und Alter usw. Dem entgegen stehen die ständigen Forderungen der Waldbesitzer und Bauern die gefräßigen Schädlinge zu dezimieren. Auch die permanente Kritik der Tier- und Umweltschützer beeinträchtigen Hege und Pflege des Wildbestandes und verhindert wildes Herumballern. Und nebenbei muss jeder Jäger noch höllisch aufpassen, dass er keinen Wanderer, Kollegen oder Pilzsammler verletzt. Gerade bei der Riegeljagd eine große Herausforderung, denn neben den Erntehelfern fanden sich auch immer viele Schaulustige aus den umliegenden Dörfern ein.

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Immer wieder passieren bei den Drückjagden schwere Unfälle. Das Thema Sicherheit ist für Jäger sehr wichtig. Hier findet man ein Video zum Thema: https://www.youtube.com/watch?v=1msLNSk_9DY
von Hak Son am 12.10.2014

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