Gräfenthal (rl) – Einen letzten offiziellen Besuch machte Henry Bechtoldt, Bürgermeister der Stadt Gräfenthal, am 22. Juni 2012 der Staatlichen Regelschule Gräfenthal. Dort überreichte er die fehlende Technik zur Wetterbeobachtung im Unterricht. Unsere Redakteurin Roswitha Link (rl) von diehallos nahm den Termin wahr, um dem scheidenden Bürgermeister Fragen zu stellen, die er gern beantwortete.
rl: Henry Bechtoldt, Sie wollten nach sechs Amtsjahren das Rathaus verlassen. Durch Zureden der Bürger und Mitgliedern der Bürgerinitiative stellten Sie sich doch der Wiederwahl mit vier Kandidaten. In der darauffolgenden Stichwahl unterlagen Sie Ihrem Herausforderer Peter Paschold, der 66,5 Prozent der abgegebenen Stimmen erhielt. Was ging schief?
Henry Bechtoldt: Der Wähler hat entschieden.
rl: Das Festjahr 2012 in Gräfenthal ist Ihr Kind. Wie geht es weiter?
Henry Bechtoldt: Der historische Festumzug am 29. Juli steht unter meiner Regie.
rl: Wie sehen Ihre beruflichen Perspektiven aus?
Henry Bechtoldt: Als gelernter Maschinenführer und Einrichter werde ich wieder als Arbeitnehmer tätig.
rl: Was werden Sie vermissen?
Henry Bechtoldt: Selbst gestalten zu können.
rl: Worauf freuen Sie sich?
Henry Bechtoldt: Auf ein geregeltes Leben mit einem Feierabend nach der Arbeit, viel Zeit mit meiner Familie zu verbringen und endlich mehr Zeit für meine schwerbehinderten Eltern zu haben.
rl: Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus?
Henry Bechtoldt: Als Mitglied im Heimat- und Geschichtsverein möchte ich besondere Jubiläen vorantreiben, werde ich wieder mehr Vorträge zur Stadtgeschichte halten, Ausstellungsideen im Georgstift verwirklichen und das Vereinsarchiv auf Vordermann bringen.
rl: Was geben Sie Ihrem Nachfolger mit auf den Weg?
Henry Bechtoldt: Die Einheitsgemeinde Gräfenthal mit ihren acht Ortsteilen als großes Ganzes zu sehen. Ich biete Peter Paschold meine Unterstützung an bei den vor ihm liegenden Aufgaben.
rl: Wie verbringen Sie Ihren letzten Arbeitstag?
Henry Bechtoldt: Am 30. Juni 2012, 12.00 Uhr, eröffne ich das Mittelalterfest zwischen den Stadttoren von Gräfenthal. Gleichzeitig stelle ich die druckfrische Festschrift vor.
rl: Henry Bechtoldt wir danken Ihnen für das Gespräch und wünschen Ihnen Gesundheit und Freude für die Zukunft.
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