Hildburghausen (wotan/Kummer) - Der Landtagsabgeordnete Tilo Kummer war kürzlich bei der Hildburghäuser Suchtberatungsstelle zu Besuch.
Im Gepäck hatte er auch einen Scheck des Alternative 54 e.V. über 300 Euro, den Einrichtungsleiterin Sybille Fender-Tschenisch dankend entgegennahm.
Seit einem Hausbrand befinden sich die Beratungsräume an neuer Stelle in der Hildburghäuser Rückert-Straße. Die Arbeitsgebiete indes sind gleich geblieben: Hilfestellung für Suchtkranke und Suchtgefährdete sowie Präventionsarbeit leisten. Von beidem konnte sich Kummer bei einem Rundgang überzeugen.
Mitarbeiter Stefan Rieger stellte dem Abgeordneten einen Fahrsimulator vor, mit welchem Interessenten die beeinträchtigende Wirkung unterschiedlicher Alkoholisierungsstadien nachempfinden können.
Gegenwärtig bereiten die Berater das Projekt „Bob“ vor. Mit der gleichnamigen Aktion, entlehnt einer ähnlichen Initiative, welche Berater Wolfgang May in Holland kennenlernte, sollen vor allem junge Discobesucher animiert werden, auf alkoholische Getränke zu verzichten. Zu diesem Zweck arbeitet die Beratungsstelle auch mit Rezepten für alkoholfreie Drinks.
Erschwerend wirkt sich für die Berater der bürokratische Aufwand für umfangreiche, vorgeschriebene Dokumentationen aus. Fender-Tschenisch sieht zudem noch wissenschaftlichen Begleitbedarf für sich abzeichnende neue Suchtgefahren: So bergen neue Kommunikationsmittel aus ihrer Sicht nicht nur technische Vorteile, sondern in vielfältig nutzbaren Handynachfolgern stecke wie bei elektronischen Spielgeräten durchaus auch ein Suchgefährdungspotential. Dazu lägen gegenwärtig aber noch keine ausreichenden Forschungsergebnisse vor.
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