Wartburgkreis (sj) - In einem gemeinsamen Aufruf wanden sich die fünf Thüringer Landräte und Suhls OB gegen die geplante Verringerung der Grundzentren.
In der vorgesehenen Neuauflage des regionalen Raumordnungsplanes würden im Wartburgkreis die zehn bisherigen Grundzentren auf sechs ausgedünnt. Auch bei den Grausamkeiten, die der angekündigte kommunale Finanzausgleich 2012 mit sich bringen wird, wollen die Landräte und der Ob von Suhl die drastischen Kürzungen in den Schlüsselzuweisungen nicht hinnehmen. Die Fehlbeträge würden 2012 zu ungedeckten Kreishaushalten führen würden, so Ilmkreis-Landrat Dr. Kaufhold. Der Landrat des Wartburgkreises Reinhard Krebs moniert, dass so die Landkreise zu den Prellböcken des Freistaates würden und zwischen sparwilligem Land und geldklammen Kommunen zerrieben. Gemeinsam werden die Landräte und der Oberbürgermeister in einem Brandbrief an Ministerpräsidentin die dramatische Situation der einzelnen Landkreise nochmals schildern und auf ein Umdenken bei der Reduzierung der Schlüsselzuweisungen drängen, die notwendig seien, weil die Kreisemehr Aufgaben bekommen bei geringeren Zuweisungen. Auch dass jede kreisfreie Stadt und jeder Landkreis die eigene Fahrzeugflotte für den Katastrophenschutz weiter aufrüsten muss, sei unsinnig. Auch künftig sollte die Zusammenarbeit beim Katastrophenschutz zwischen Kreisen und kreisfreien Städten möglich sein, weil dadurch viele Millionen gespart werden können. Diesen Brief soll Thüringens Finanzminister erhalten.