OB-Kandidat Martin Kranz weiter auf „Stadtspaziergang“

Dem Weimarer Müllskandal auf der Spur!

Weimar (ww) - Auf seinem Wahl-Stadtspaziergang durch Weimar wurde Martin Kranz immer wieder von besorgten Bürgern auf das Thema „Müll“ angesprochen. Ein Dauerbrenner! Die Verärgerung vieler Bürger sowie Gewerbetreibenden aus Gastronomie und Einzelhandel ist groß.

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Was besonders auffällt: Die Veränderung des Entsorgungsrhythmus von einer Woche auf zwei Wochen bei gleichzeitiger Reduzierung der Abfallmenge hat regelrecht Müllberge wachsen lassen. Die Situation an den Containerplätzen verlangt nach mehr als einer „Müllsprechstunde“.

© Foto: ww

Die neue Abfallgebührensatzung wirft viele Fragen auf. Die Veränderung des Entsorgungsrhythmus von einer Woche auf zwei Wochen (für alle Haushalte sowie für Gewerbetreibende) bei gleichzeitiger Reduzierung der Abfallmenge auf 15 Liter pro Kopf dürfte viele Familien, selbst bei sorgsamer Mülltrennung, vor Probleme stellen. Es ist abzusehen: Vor allem im Sommer wird dies für Engpässe und erhebliche Geruchsbelästigungen sorgen.  Die fehlenden Optionen für die Betroffenen machen darüber hinaus die mangelnde Servicebereitschaft von Stadt und Stadtwirtschaft deutlich.

Martin Kranz: „Wenn ich gestern eine Tüte Bonbons mit 20 Stück für 5,00 € gekauft habe und die gleiche Tüte Bonbons kostet heute mit nur noch 14 Stück auch 5,00 €, dann ist die Schachtel faktisch nicht teurer, doch jeder einzelne Bonbon kostet deutlich mehr.“

Bis heute wird vom Rathaus abgestritten, dass die Veränderungen zu Gebührenerhöhungen geführt haben. Das Argument, dass bei ordnungsgemäßer Mülltrennung niemand höhere Gebühren zahlen müsse, stimmt nicht! Die Zahlen sind auf der Internetseite der Stadtwirtschaft einzusehen und bedeuten beim Vergleich der 2-wöchigen Entleerung eine Steigerung von 4,3 %. Vergleicht man dagegen den alten wöchentlichen Takt mit dem neuen 2-wöchentlichen Rhythmus ist sogar eine Steigerung von fast 30 % bei gleicher Müllmenge zu verzeichnen.

OB-Kandidat Kranz: „Ermutigt von zahlreichen Protesten hat das weimarwerk bürgerbündnis im Stadtrat einen Änderungsantrag zur Müllsatzung gestellt, der von der Verwaltung übernommen wurde. Wir wollen, dass die wesentlichen Kritikpunkte verschwinden. Das wird zu einer deutlichen Veränderung der Satzung führen. Weg mit den Wuchergebühren!“ 

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