Jena (csh/UZS) - Dr. Shirin Ebadi, iranische Juristin und Menschenrechtlerin, erhielt am Dienstag den mit 2500 € dotierten Preis für Internationale Verständigung und Menschenrechte von der Ulrich-Zwiener-Stiftung. Dieser wurde ihr von Hendrik Zwiener für ihren engagierten Einsatz für die Menschenrechte im Iran überreicht.
Sie ist seit Jahren eine der bekanntesten Kritikerinnen des iranischen Systems. Dr. Shirin Ebadi ist im Iran als Richterin abgesetzt worden, inhaftiert wegen angeblicher staatsfeindlicher Aktivitäten und sie setzt sich als Anwältin für Oppositionelle und Menschen ohne Rechtsbeistand ein. Als erste Muslimin erhielt sie 2003 den Friedensnobelpreis. Ihrem Hab und Gut entraubt, zwangsgetrennt von ihrem Mann und ihrer Schwester, setzt sie sich im Exil für die Rechte von Kindern, Frauen und politisch Verfolgten in ihrer Heimat ein.
Die Ulrich-Zwiener-Stiftung wollte dem großartigen Engagement der 64-Jährigen ein weiteres Zeichen setzen und zeichnete sie mit dem Preis für Internationale Verständigung und Menschenrechte aus. Der Festakt zur Preisverleihung fand in der Aula der Friedrich-Schiller-Universität Jena statt, bei dem Frau Prof. Dr. Katajun Amirpur die Laudatio hielt. Anschließend wurde sich auf dem Podium mit der Frage: „Demokratie und Menschenrechte – mit dem Islam zu vereinen?“ auseinandergesetzt.