Ehemalige Heimkinder: Erfahrungen der Opfer beim Aufbau der Beratungsstellen einbeziehen

Hannover/Northeim (usj) - Die SPD-Landtagsfraktion begrüßt die Entscheidung des Landes, sich mit einem Gesamtbetrag von rund 4,5 Millionen Euro am Fonds „Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975" beteiligen zu wollen. „Allerdings war es ein langer Weg, bis die Landesregierung das Thema der misshandelten Heimkinder überhaupt wahrgenommen hat. Es bedurfte massiven Drucks von außen, insbesondere der evangelischen Kirche, bis die Landesregierung einlenkte", erinnerte der stellvertretende Vorsitzende und sozialpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Uwe Schwarz, in Hannover.

Schwarz appellierte an Land und Kommunen, beim Aufbau der bis Januar 2012 zu schaffenden regionalen Anlauf- und Beratungsstellen für ehemalige Heimkinder deren Erfahrungen und Anregungen einzubeziehen. „Im Lebenslauf der ehemaligen Heimkinder haben verschiedentlich staatliche Stellen Wunden geschlagen und Narben hinterlassen. Diesen traumatisierenden Erfahrungen der Opfer müssen Land und Kommunen Respekt erweisen und besonders sensibel damit umgehen", sagte Schwarz.

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