Holzminden (kai) - Mit einem Gottesdienst in der Holzmindener Lutherkirche wurde am 9. Oktober das Gelbe Band der Verbundenheit ins Leben gerufen. „Courage!", die Gerberding-Stiftung, wirbt auf diesem Weg für Respekt und Solidarität mit den Soldatinnen und Soldaten im Auslandseinsatz. Am Montag, 20. Dezember, widmete das ZDF „Heute Journal" dem ambitionierten Projekt einen ausführlichen Bericht.
Das Gelbe Band der Verbundenheit bietet allen Bürgerinnen und Bürgen die Möglichkeit, der in Kundus stationierten Holzmindener Afghanistan-Truppe, dem Panzerpionierbattaillon 1, ihre Wünsche und Grüße zu übermitteln. Zu Weihnachten freuten sich die Soldaten über ein mit persönlichen Botschaften gespicktes, etwa 130 Meter langes Band. „Die Nachfrage nach den gelben Bändern ist immer noch riesengroß", erzählt Projektleiter Mike Hartley, „die einzelnen Bänder werden fortlaufend zusammengefügt und nach Afghanistan geschickt." Die Aktion läuft, bis alle Holzmindener Soldaten wieder zurückgekehrt sind, was etwa Mitte 2011 der Fall sein wird.
Im Holzmindener Stadtmarketing-Büro kann sich jeder in das Gelbe Band der Verbundenheit eintragen. Dort kann das Gelbe Band auch als Anstecknadel erworben werden. Der Erlös in Höhe von je 2 Euro kommt der Familienbetreuungsstelle zugute. Gemeinsam mit der Gerberding-Stiftung kümmern sich deren Mitarbeiter um die Angehörigen der in Afghanistan stationierten Holzmindener Soldaten. Das Geld wird für soziale Aktivitäten eingesetzt. Nicht erst seit dem Fernsehbeitrag des ZDF stößt das Projekt auf große Zustimmung. Mit Nienburg und Minden wollen zwei weitere Städte das Konzept übernehmen. Weitere Kommunen ziehen Ähnliches in Erwägung.