Gräfenroda (ke) - Seit 40 Jahren sind die Gemeinden Gräfenroda und Vouziers in Frankreich nun schon partnerschaftlich verbunden. Grund genug, die Städtepartnerschaft am vergangenen Wochenende ausgiebig zu feiern.
Viele Gräfenrodaer verbindet eine langjährige herzliche Freundschaft mit den Gästen aus Frankreich.
© Foto: Kerstin EngelmannZwei Lehrer haben die Städtepartnerschaft vor 40 Jahren ins Leben gerufen: Michel Boudier und Eberhard Triebenecker. Boudier war ehrenamtlicher Bürgermeister von Vouziers und gleichzeitig Deutschlehrer, Triebenecker Direktor der Polytechnischen Oberschule in Gräfenroda. 1972 trafen sie sich auf einer Lehrerkonferenz in Erfurt, fanden sich sympathisch und legten den Grundstein für eine Freundschaft, die nun schon 40 Jahre hält.
Dass dies auch weiterhin so bleibt, wünschte nicht nur Thüringens Justizminister Holger Poppenhäger, der als Schirmherr an der Jubiläumsfeier teilnahm. Er betonte die Symbolträchtigkeit dieser Freundschaft, die es den Jugendlichen beider Orte ermöglichte, gemeinsame Ferien in Gräfenroda und Pepelow an der Ostsee zu verbringen und früh Freundschaften zu schließen. Bereits 1984 hatte die erste Jugendgruppe aus Gräfenroda die Möglichkeit, die Freunde in Frankreich zu besuchen. Die Idee von einem gemeinsamen Europa brauche das gegenseitige Kennenlernen, so Poppenhäger. „Dies wird hier beispielhaft gelebt“, lobte der Minister.
Veronika Schwarz, erste Beigeordnete der Gemeinde Gräfenroda, sieht noch weiteres Potential in der „Erfolgsgeschichte“ der 40-jährigen Partnerschaft. Sie wünscht sich, „die Partnerschaft auf eine noch breitere Basis zu stellen und noch mehr Bürger zu motivieren und einzubinden“.
Wie tief die freundschaftlichen Gefühle zwischen den Gräfenrodaern und ihren französischen Gästen sind, war während der Begrüßung am Freitagabend nicht zu übersehen. Herzliche Umarmungen und durch die Luft schwirrende deutsche und französische Begrüßungsformeln zeugten von der aufrichtigen Freude über das Wiedersehen. So sind in vielen Fällen aus den Schülern, die ihre Ferien miteinander verbracht haben, Freunde fürs Leben geworden. Es waren aber am Freitag auch Jugendliche aus beiden Gemeinden ins Feuerwehrgerätehaus gekommen. Es bleibt zu hoffen, dass dadurch eine neue Generation an Freunden heranwächst.
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