Pressemitteilung der SPD-Kreis Höxter

Für Gesamtschule in Brakel und besseren Schulbusverkehr

Kreis Höxter (ozv) - „Im Kreis Höxter sollten im Zuge der aktuellen Schulentwicklungsplanung endlich Gesamtschulen in kommunaler Trägerschaft eingerichtet werden. Insbesondere der zentral gelegene Standort Brakel bietet sich dafür an", erklärt Johannes Reineke. Der Nieheimer Kommunalpolitiker hat gemeinsam mit Jürgen Dierkes (Borgentreich) und Helmut Lensdorf (Marienmünster) die Schulsituation im Kreis Höxter für den SPD-Kreisvorstand analysiert. Reineke: „Vieles ist im Wandel. Traditionelle Schulstandorte sind objektiv gefährdet. Wir haben aber jetzt auch die Chance, den Bildungsstandort Kreis Höxter qualitativ zu stärken."
Schritt für Schritt nehme der Kreis Höxter Abschied von der Schulform Hauptschule. Immer geringere Anmeldezahlen haben das Aus für Steinheim, Stahle und andere Standorte bereits besiegelt. Dierkes: „Von den noch bestehenden Hauptschulen in Bad Driburg, Beverungen, Brakel, Höxter, Marienmünster, Nieheim und Warburg erreicht mittelfristig keine eine durchschnittliche Zügigkeit von zwei Klassen. Sie sind allesamt nicht zukunftsfähig." Die SPD sieht in der neuen „Sekundarschule" eine Chance für den ländlichen Raum, „aber kein Allheilmittel."
Reineke erklärt: „Die starke Bedeutung der Privatschulen in kirchlicher Trägerschaft sind eine Besonderheit des Kreises Höxter. Es ist bedauerlich, dass es nicht zu einer aktiven Teilnahme der drei Einrichtungen in Neuenheerse, Bad Driburg und Brakel im Rahmen der Schulentwicklungsplanung gekommen ist." Von einer starken Stellung dieser Einrichtungen insbesondere in den beiden Kernstädten sei jedoch auch künftig auszugehen. Dierkes ergänzt: „Die kommunalen Träger haben die Aufgabe, allen Kindern ein für deren Zukunft förderliches Schulangebot zu machen."
Ermutigend seien die Entwicklungen am Gymnasium in Beverungen und am Brakeler Petrus-Legge-Gymnasium. Reineke: „Das Angebot Abitur nach neun Jahren dort hat die Attraktivität dieser Einrichtungen für die Schüler und Eltern gehoben." Ein zweiter Schritt zur Sicherung von Schulstandorten sei die Einführung der Gesamtschule. „Sie ist integrativ, fordert und fördert je nach Leistungsstand des Schülers, bietet eine breite Auswahl in den Differenzierungsfächern und Wahlmöglichkeiten. Die Gesamtschule führt mehr Kinder zum Abitur als das gegliederte System." Brakel als zentrale Stadt im Kreis sei „ein erster guter Standort für eine Gesamtschule. Es bietet sich an, die Petrus-Legge-Schule dahin umzuwandeln."
Notwendig für eine gute Schulentwicklungspolitik sei die Kooperation der Städte. Lensdorf: „Warburg sollte mit Willebadessen und Borgentreich zusammenarbeiten. Der Schulstandort Nordkreis bleibt nur dann attraktiv, wenn Steinheim mit Nieheim, Marienmünster und optimalerweise auch mit dem lippischen Schieder-Schwalenberg kooperiert. Interkommunale Einigkeit statt kleinstädtischer Eitelkeit ist das Gebot der schulpolitischen Stunde!"
Im direkten Zusammenhang mit der Schulentwicklung steht nach Ansicht der SPD die bessere Ausgestaltung des Öffentlichen Personennahverkehrs. Lensdorf: „Wenn die Wege zu den Schulen ab Jahrgang 5 und leider auch zu den Grundschulen für nicht wenige Kinder weiter werden, muss das Busliniennetz dichter geknüpft und flexibler gestaltet werden. Weil das öffentliches Geld kostet, ist hierfür politische Einsicht und Handlungswille Voraussetzung. Die SPD hat das seit Jahren zukunftsweisend öffentlich angesprochen. Wir werden dort weiterdrängen, bis es endlich besser wird."

SPD-Kreisverband Höxter
Helmut Lensdorf

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