BM Hain: „Ein bezogen auf die Einsätze durchschnittliches Jahr"

Geraer Feuerwehr legte Bilanz 2011 vor - mehr Brände registriert

Gera (anw) - „Die Kernbilanz lautet: Für die Feuerwehr Gera war 2011 ein gemessen am Einsatzgeschehen durchschnittliches Jahr"", erklärte Bürgermeister Norbert Hain (CDU) am vergangenen Mittwoch. Hain stellte gemeinsam mit Brandoberamtsrat Bernd Fleischer, Stellv. Fachdienstleiter Brand- und Katastrophenschutz, die Bilanz vor.

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Bürgermeister Norbert Hain (l.) und Brandoberamtsrat Bernd Fleischer, Stellv. Fachdienstleiter Brand- und Katastrophenschutz, legten die Bilanz 2011 der Feuerwehr Gera vor.

© Foto: anw

Die Feuerwehr Gera musste zu 1.071 (minus 284 zu 2010) Einsätzen ausrücken. Die Zahl der Hilfeleistungen ging gar um 351 auf 761 zurück. Die deutlich gesunkenen Zahlen werden in erster Linie auf die milde Witterung im 4. Quartal zurückgeführt, die weniger Einsätze gegen Schnee und Eis auf den Dächern erforderte.

Angestiegen sind die Brände im Stadtgebiet. Im Ausrückebereich Mitte (Autoahn A4 und Heinrichsbrücke) allein von 160 auf 210. Hain wollte noch keine Systematik erkennen. Er sagte: „Die Gerschen können sich darauf verlassen, dass der Brand- und Katastrophenschutz gut organisiert ist". Dazu hätten auch die Investitionen in die umfassende Sanierung der Feuerwache Mitte an der Berliner Straße (740.000 Euro/Eigenmittel der Stadt 600.000) und für das neue Gerätehaus der FFW Söllmnitz (110.400 Euro der Stadt plus 2.470 Arbeitsstunden der Kameraden) sowie den Kauf neuer Einsatzfahrzeuge für die Berufsfeuerwehr und einige FFW beigetragen. In diesem Jahr soll der Berufsfeuerwehr ein Großlöschfahrzeug zur Verfügung gestellt werden. Laut Fleischer könne damit ein Fahrzeug, das 1992 als erstes nach der Wende gekauft wurde, ersetzt werden.

Ab April 2012 werden drei neue Feuerwehr-Anwärter ihre Ausbildung aufnehmen, die ersten seit 2001. Insgesamt zwölf Katastrophenschützer sollen in diesem Jahr befördert werden, es wären die ersten seit sechs Jahren. Der von der Stadt 2011 verabschiedete Brand- und Katastrophenschutz-Bedarfsplan sieht eine Personalreduzierung vor. Gleichwohl will die Stadtführung der zunehmenden Überalterung unter den hauptamtlichen Feuerwehrleuten entgegenwirken. Der Personalabbau könne laut Hain nur durch die Kameraden der elf Freiwilligen Feuerwehren im Stadtgebiet, die sich in ihrem Bestand stabilisiert hätten, ausgeglichen werden.

Der Bürgermeister sprach allen Rettungskräften den Dank der Stadt aus. In besonderer Weise habe die Feuerwehr großen Einsatz beim wochenlang anhaltenden Hochwasser in der Straße der Völkerfreundschaft zu Beginn 2011 bewiesen.