Eisenach (sj) - Fünf sehr junge Leute aus Eisenach fahren an den Starnberger See, um ein Projekt zu präsentieren.
Die fünf jungen Eisenacher vor der Gedenktafel an dem Platz, wo einst die Synagoge stand.
© Foto: WartburgradioSie lernten sich bei einem Ferienprojekt im Wartburg-Radio kennen, um sich am Geschichtsprojekt „Zeitensprünge" von der Stiftung Demokratische Jugend zu beteiligen mit dem Thema „Das Jüdische Leben in Eisenachs Straßen", speziell die Zeit vor und während des Zweiten Weltkrieges. Die jungen Leute recherierten im Stadtarchiv, haben Quellen studiert und Zeitzeugen befragt wie Eva Feist aus New York. Sie ist schon 90 Jahre alt und lebte als jüdisches Mädchen in Eisenach mit allen Schrecken dieser Zeit. „Was Leute unseres Alter damals erlebten, können wir uns heute nicht mehr vorstellen", so die Projektteilnehmer. Die Fünf wurden vom Förderprogramm „Demokratisch Handeln" ausgezeichnet. Eine Jury wählte aus 237 eingereichten Projekten 53 aus und lud die Gewinner zur „21. Lernstatt Demokratie" nach Tutzing an den Starnberger See ein vom 21. bis zum 24. Juni. Das Projekt sei ein herausragendes Beispiel für Engagement und Lernbereitschaft für Demokratie. Stolz ist auch Dr. Brunner, der Stadtarchivar: „Allzuoft wird Geschichte nur in ihren Grundstrukturen und in großem Rahmen vermittelt. Wenn ein junger Forscher aber erfährt, dass etwa ein naher Verwandter oder Bekannter mit einer Geschichte verbunden ist, wagt er einen Blick auch hinter die Kulissen". Dank der finanziellern Unterstützung durch den Geschichtsverein, dem Bündnis gegen Rechts, Musiker Alexander Blume und MdL Katja Wolff dürfen alle Projektteilnehmer mit nach Tutzing fahren.
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