Ilm-Kreis (ke) - Am Sonntag ist es wieder so weit: Die Bürgerinnen und Bürger des Ilm-Kreises sind aufgerufen, nochmals zur Wahlurne zu gehen und für ihren Favoriten im Kampf um den obersten Posten im Landratsamt und um das Amt des Bürgermeisters in Arnstadt und Gräfenroda zu stimmen.
Nach dem ersten Wahlgang vom 22. April konnten bereits vier Bürgermeisterposten besetzt werden. In Ilmenau bleibt Amtsinhaber Gerd-Michael Seeber auch weiterhin Oberbürgermeister der Stadt. Auch in Langewiesen und der Wolfsberggemeinde wurden die amtierenden Bürgermeister Horst Brandt und Georg Juchheim für eine weitere Amtsperiode bestätigt. In Stadtilm wird mit Lars Petermann bald ein neues Gesicht die Stadt repräsentieren.
In Gräfenroda verpasste Amtsinhaber Frank Fiebig (DIE LINKE) jedoch im ersten Anlauf nur knapp den Durchmarsch. Er muss nun in der Stichwahl nochmals gegen Veronika Schwarz (CDU) antreten.
Mit großer Spannung wird auch die Entscheidung um den Bürgermeisterposten in Arnstadt erwartet. Hier treten in der Stichwahl Knut Vettrich (CDU) und Alexander Dill (Einzelbewerber) gegeneinander an. Und dass bei Alexander Dill nur 12 Wählerstimmen über den Einzug in die Stichwahl entschieden haben, zeigt, wie wichtig der Gang zur Wahlurne ist.
Sehr spannend dürfte aber vor allem der Kampf um den höchsten Posten im Landkreis werden. Wird sich der amtierende Landrat Benno Kaufhold (CDU) noch für eine weitere Amtsperiode durchsetzen können oder muss er sich gegen seine Konkurrentin Petra Enders (DIE LINKE) geschlagen geben?
Im ersten Wahlgang am 22. April lag Kaufhold mit nur 1,7 Prozent vor seiner Herausforderin. Das war ein Vorsprung von genau 776 Wählerstimmen zu seinen Gunsten. Die Großbreitenbacher Bürgermeisterin erfreut sich aber vor allem im südlichen Ilm-Kreis großer Beliebtheit und kann auf Kreisebene auch auf die Unterstützung seitens der im ersten Wahlgang ausgeschiedenen Mitbewerberinnen Eleonore Mühlbauer (SPD) und Madeleine Henfling (GRÜNE) hoffen. Doch entscheiden werden die Wähler mit ihrer Stimmabgabe am 6. Mai. Sie haben es in der Hand, über die Zukunft des Landkreises mitzubestimmen.
Also - machen Sie von Ihrem Wahlrecht rege Gebrauch und lassen Sie Ihren Stimmzettel in der Wahlurne und nicht die Höhe der Wahlbeteiligung über die Zukunft Ihres Landkreises und Ihrer Stadt entscheiden!