Schwerpunkt der nächsten Kommunalwahlperiode

Kein Atommüll im Überflutungsgebiet

Lauenförde (brbs) - Der Widerstand gegen das geplante Bereitstellungslager für Atommüll in Würgassen wird auch in der nächsten Kommunalwahlperiode ein Schwerpunkt der Arbeit von Bündnis 90/Die Grünen in der Gemeinde Lauenförde sein.

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Der Widerstand gegen ein Atommülllager in Würgassen bleibt Schwerpunkt der Lauenförder Grünen: (von links) Gerd Henke, Landtagsabgeordneter Christian Meyer, Katrin Meyer, Anatolij Thiessen und Nora Wegener.

© Foto: privat

Gerade die Bilder und Berichte aus den Katastrophengebieten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zeigen uns, wie aberwitzig es ist, im Weserbogen zwischen Würgassen und Lauenförde eine 50 Fußballfelder große Fläche im Hochwassergebiet komplett zu versiegeln, um darauf radioaktive Abfälle zu lagern“, sagt Gerd Henke, Lauenförder Ratsherr und Vorstandssprecher der Grünen im Landkreis Holzminden.
„Eine bundesdeutsche Atommülldrehscheibe mit ihren Strahlenrisiken und zusätzlichem Verkehrsaufkommen auf Schiene und Straße passt einfach nicht in unsere Region, die wir touristisch entwickeln wollen“, so Henke. „Atommüll in einem Überflutungsgebiet – das ist Katastrophenbestellung mit Ansage.“ Dagegen wollen sich die Grünen weiterhin zusammen mit ihren Abgeordneten im Land und im Bund mit aller Entschiedenheit zur Wehr setzen. In diesem Zusammenhang verweisen die Grünen auf ihr Wahlprogramm, in dem explizit ein transparentes, objektives und faires Verfahren mit Bürgerbeteiligung bei der Suche nach Zwischen- und Endlagern für atomaren Müll gefordert wird.
In der nächsten Wahlperiode wollen die Grünen an die Erfolge der letzten anknüpfen. So haben sie sich erfolgreich für den klimaneutralen Um- und Erweiterungsbau des Lauenförder Kindergartens und die Einrichtung von Blühstreifen auf gemeindeeigenen Flächen eingesetzt. Weiterhin wollen sich die Grünen für den Erhalt des Landschaftsschutzgebietes Solling einsetzen. „Dieser wertvolle Waldrandbereich mit großem Naherholungscharakter muss frei von Windkraftanlagen gehalten werden und darf nicht dem Gewinnstreben geopfert werden“, so Gerd Henke. Ökologische Gründe müssen auch bei der Erschließung neuer Baugebiete maßgebend sein. Das funktioniere am besten in innerörtlichen Lagen, sind die Grünen überzeugt.
Die Grünen gehen davon aus, dass sie mit der Kommunalwahl am 12. September gestärkt in den Lauenförder Gemeinderat einziehen werden. Erstmals haben sie mit Katrin Meyer auch eine Kandidatin aus dem Ortsteil Meinbrexen in ihren Reihen. Die Bauingenieurin ist seit Anbeginn ebenfalls im Widerstand gegen Würgassen aktiv. Die von Männern und Frauen paritätisch besetzte Liste wird komplettiert von dem Programmierer Anatolij Thiessen und der Lehrerin Nora Wegener.

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