Kreis-Frauenunion Höxter in Berlin

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Zeigt die Teilnehmerinnen auf der Dachterrasse des Reichstages vor der Glaskuppel.

© Text: Ilona Drüke/ Foto: privat

Kreis Höxter/Berlin (oz) - Auf Einladung des MdB Jürgen Herrmann reisten die CDU-Damen des Kreises Höxter unter Leitung der Vorsitzenden Felicitas Schimmel nach Berlin und absolvierten dort ein politisch-kulturelles Programm:

Zuerst stand ein Besuch des Reichstages mit Besichtigung des Plenarsaales und ein Vortrag über die Aufgaben und Arbeit des Parlamentes an. Von dort aus ging es weiter auf die Dachterrasse des Reichstagsgebäudes mit Besichtigung der berühmten Glaskuppel, die, wie auch der Umbau des Gebäudes, durch Sir Norman Foster entworfen wurde. Eine Stadtrundfahrt bildete den Abschluss des Tages.

Der zweite Tag brachte gleich mehrere Highlights: Vormittags fanden sich die Besucherinnen im Bundesministerium der Finanzen ein und wurden zunächst durch einen Vertreter des Besucherdienstes über die Geschichte des Hauses informiert. Ursprünglich handelte es sich bei dem Gebäude um das Luftfahrtministerium, welches 1935/1936 erbaut wurde und bis Kriegsende das Machtzentrum von Hermann Göring darstellte. Nachkriegszeit und DDR-Zeit prägten danach das Geschehen im Haus, welches nach der Wiedervereinigung am 03.10.1990 einer neuen Verwendung zugeführt wurde und den Namen des ermordeten ersten Präsidenten der Treuhandanstalt, Detlev Rohwedder, erhielt. Danach fand ein reger Austausch über die Finanzlage bei Bund und Ländern bis in den privaten Bereich statt. Die Besucherinnen nahmen die Möglichkeit wahr, ihre Meinung zu den brisanten aktuellen Themen zu äußern und ihre Bedenken vorzutragen. Sie baten den Referenten, ihre Aussagen als Anregung weiterzugeben.

Nachmittags wurde die Gedenkstätte Hohenschönhausen aufgesucht, ein ehemals sowjetisches Speziallager, das später bis 1990 als Untersuchungsgefängnis des Ministeriums der Staatssicherheit der DDR genutzt wurde. In einer menschlich sehr beeindruckenden Art und Weise wurde den Besucherinnen von zwei ehemaligen

Gefängnisinsassen über die Nutzung der zahlreichen Gebäude berichtet. Hier wurden zahlreiche anders denkende und handelnde Menschen statt mit physischer Gewalt mit psychologischen Methoden zermürbt, zum Teil mit verheerenden Folgen.

Während des Berlin-Aufenthaltes blieb den Damen der Frauen-Union auch Zeit für einen Stadtbummel und andere Unternehmungen, so dass mit vielen interessanten Eindrücken die Heimfahrt angetreten wurde.