Erfurt (dp) - Mit Trauer haben Landtagspräsidentin Birgit Diezel und der Vorsitzende des Freundeskreises Litauen Gustav Bergemann die Nachricht vom Tode Professor Justinas Karosas aus Litauen aufgenommen.
Mit Justinas Karosas verlieren wir einen großen Freund Thüringens. Als Initiator der Partnerschaft zwischen dem Thüringer Landtag und dem Seimas der Republik Litauen lag ihm nicht nur der Austausch zwischen den Politikern stets am Herzen, sondern auch die Begegnungen zwischen den Bürgerinnen und Bürger beider Länder. Er baute Brücken in einem sich vereinenden Europa. Seine Begeisterung für die deutsch-litauischen Beziehungen hat sich auf andere übertragen, sodass im Laufe der Zeit eine große Zahl von Freunden und Mitstreitern gewonnen wurde, die sein Erbe fortführen werden.
Für all das sind wir ihm zu großem Dank verpflichtet. Wir verneigen uns vor einem großen Freund Deutschlands und Thüringens. Der Vorsitzende des Freundeskreises Litauen des Thüringer Landtags, Gustav Bergemann, fügt an: Wir trauern um einen Freund und Kollegen, der wie kein anderer die thüringisch-litauischen Beziehungen geprägt hat. Er hat dieser seit 1997 bestehenden Partnerschaft durch seine überragende Kennerschaft Deutschlands wertvolle Impulse verliehen. Er war und ist die Seele dieser Partnerschaft. Im Namen aller Mitglieder des Freundeskreises Litauen kondoliere ich den Angehörigen und der Familie Karosas für diesen Verlust.
Dennoch hoffe ich, dass Sie Trost und Kraft finden. Unsere guten Wünsche begleiten Sie. Erst im November des vergangenen Jahres konnte Landtagspräsidentin Diezel, im Beisein der Mitglieder des Freundeskreises Litauen, das Bundesverdienstkreuz erster Klasse an Professor Karosas für seine Verdienste für die deutsch-litauische Partnerschaft verleihen. Neben der Initiierung der Kooperation zwischen dem Thüringer Landtag und dem Seimas im Jahr 1997 war Professor Karosas maßgeblich an der Organisation und Durchführung der Litauischen Kulturtage im April 2002 in Thüringen und der Litauischen Literaturtage im Oktober 2003 beteiligt. Zudem sind ihm zwei Symposien für litauische und thüringische Lehrer zu verdanken, welche sich 2007 und 2008 mit der Aufarbeitung der Diktaturen des 20. Jahrhunderts und deren Überwindung beschäftigten.
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