Große Resonanz zum Aktionstag für Demokratie und Toleranz

Meiningen ist bunt

Meiningen (tk) - Mit einem Aktionstag für Demokratie und Toleranz hat die Stadt Meiningen jüngst ein Zeichen gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit gesetzt. Der vom Meininger Bündnis für Demokratie und Toleranz, der Offenen Arbeit und zahlreichen weiteren Partnern organisierte Aktionstag fand in diesem Jahr bereits zum fünften Mal statt. Bei einem bunten Rahmenprogramm aus Spiel, Musik und Tanz wurde im Innenhof des Marstallgebäudes bis in die frühen Morgenstunden hinein gefeiert.

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Ein buntgemischtes Publikum besuchte den Meininger Aktionstag für Demokratie und Toleranz.

© Foto: Tina Kwiatkowski

Nachdem es der Wettergott noch einmal gut mit den Meiningern gemeint hatte, war der Aktionstag bereits am Nachmittag gut besucht. Vor allem Familien mit Kindern waren bei Sonnenschein und Wohlfühltemperaturen in den Marstall geströmt, um die vielfältigen Angebote des Aktionstages zu nutzen. Musikalisch eröffnet wurde dieser vom Kinderhaus „Regenbogen“. Die offizielle Begrüßung übernahm dann der scheidende Bürgermeister Reinhard Kupietz. Das Meininger Stadtoberhaupt betonte dabei, wie wichtig es heute sei, dass gerade die jungen Leute einen solchen Aktionstag bewusst wahrnehmen und sich gegen eine rechtsextremistische Einflussnahme sperren. Mit Hüpfburg, Spiel- und Kreativangeboten und dem Puppenspiel „Hans im Glück“ wurden daher am Nachmittag gezielt die kleinsten Besucher angesprochen. Für die Größeren gab es im Sitzungssaal der Stadt eine Talkrunde zum Thema „Asylverfahren in Deutschland“, den Kurzfilm „Respekt“ und musikalische Unterhaltung mit der Zwickauer Band „Rash Hour“.

Musikalisch ging es dann auch weiter durch den Abend und die Nacht. Bis etwa 1.00 Uhr rockten die Bands „FiveDrauf“ aus Rudolstadt, „Rough Roosters“ aus Berlin und „Radiophon“ aus Dresden die Bühne. Eine internationale Tanzdarbietung unter dem Titel „AkzepTANZ“ lud zum Mitmachen ein.

Am Rande des bunten Treibens präsentierten sich Vereine und Verbände an Informationsständen, um auf das eigentliche Anliegen des Aktionstages - den friedlichen Protest gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit - aufmerksam zu machen. Stadtrat Michael Wagner etwa betreute einen Stand, an dem sich die Meininger Bürger auf einer Unterschriftenliste gegen den geplanten Thüringentag der nationalen Jugend aussprechen konnten, der am 9. Juni 2012 in Meiningen stattfinden soll.