Hinternah (wotan) - Am 17. April 2012 besuchte Landrat Thomas Müller, der erste Beigeordnete Helge Hoffmann und Kreisbrandschutzmeister Friedel die Freiwillige Feuerwehr Hinternah sowie die Rettungshundestaffel. Am Treffen nahm auch der Bürgermeister Franz teil.
Der Arbeitsbesuch des Landrates Thomas Müller und seiner Mitarbeiter bei der Freiwilligen Feuerwehr Hinternah sowie der Rettungshundestaffel ist als Folgemaßnahme des Feuerwehrforums mit Innenminister Jörg Geibert zu betrachten.
Zunächst gab es eine Arbeitsbesprechung im Objekt der Freiwilligen Feuerwehr (FFW). Wehrleiter Markus Lenz erläuterte, dass die FFW Hinternah personell gut aufgestellt sei und aufgrund der standortnahen Arbeitsstellen der meisten Kameraden auch keine Probleme mit der Einsatzbereitschaft habe. Einschließlich der Mitglieder der Kinder- und Jugendfeuerwehr verfüge die FFW Hinternah über 111 Kameradinnen und Kameraden und unterbreite deshalb das Angebot, den Landkreis bei Brandschutzaufgaben zu unterstützen.
Sowohl Landrat Thomas Müller als auch Kreisbrandschutzmeister Friedel begrüßten die Hinternaher Initiative, verwiesen aber darauf, dass die moderne Löschtechnik in den sieben Stützpunkten stationiert sei und auch standortgebunden wäre. Weitere Technik könne nicht finanziert und angeschafft werden.
Helge Hoffmann schlug vor, die FFW Hinternah als zweite Welle bei Bränden im Zuständigkeitsbereich der FFW Schleusingen einzusetzen. Unter Regie des Landratsamtes Hildburghausen sollten sich die Bürgermeister von Schleusingen und Hinternah zusammensetzen und ein gemeinsames Konzept beraten. Schleusingen habe die moderne Technik und Personalmangel und in Hinternah wäre es umgekehrt, das passe doch zusammen. Auch die Bürgermeister(in) von Schönbrunn und Eisfeld könnten oder sollten einbezogen werden.
Der Leiter der Rettungshundestaffel Hinternah, Matthias Müller, erläuterte die Entwicklung der Rettungshundestaffel. Im Jahr 2008 wurde die Staffel gegründet und im Juni des Jahres mit der Ausbildung begonnen. Hierbei leisteten die Kameraden der schon bestehenden Rettungshundestaffel Marlishausen aktive Unterstützung.
Zurzeit sind vierzehn Kameradinnen und Kameraden in der Rettungshundestaffel tätig, acht Frauen und sechs Männer. Der Tierbestand umfasse 16 Rettungshunde. Eine Ausbildung zum Rettungshund dauert etwa eineinhalb Jahre.
2011 stellten sich elf Hundeführer mit dreizehn Hunden der Prüfung, von denen acht erfolgreich waren, was ein sehr gutes Ergebnis darstelle.
Seit 2010 werde die Rettungshundestaffel Hinternah von Marlishausen über die Leitstelle Suhl zu Einsätzen angefordert, auch wenn sie nur auf ehrenamtlicher Basis arbeite. Über die Feuerwehrunfallkasse wäre die Tätigkeit abgesichert. Landrat Thomas Müller erklärte sich bereit, seine Amtskollegen der Nachbarkreise auf die Existenz der Rettungshundestaffel Hinternah hinzuweisen, um deren Aktionsradius auf Südthüringen ausdehnen zu können. Er übergab dem Leiter der Rettungshundestaffel ein Dankschreiben, mit welchem Fördermittel von 300,00 Euro verbunden waren.
Anschließend demonstrierte die Rettungshundestaffel auf ihrem Ausbildungsgelände, was die Hunde leisten können. Es war schon beeindruckend, wie beispielsweise der körperlich kleine Rettungshund Rasti mit seinem Hundeführer Ralf eine unter Trümmern liegende Person aufgefunden und verbellt hat.