"Politik trifft Wirtschaft" war das Motto der Veranstaltung

Vierter Südthüringer Dialog des BVMW in Schleusingen

Schleusingen (wotan) - Am 20. September haben sich auf Initiative des BVMW südthüringer Unternehmer mit Landtagsageordneten von CDU und SPD in der Firma Kern Technik GmbH & Co. KG in Schleusingen getroffen und Fragen der Zusammenarbeit von mittelständischen Unternehmen mit der Landesregierung diskutiert.

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Tagungspräsidium des vierten Südthüringer Dialogs

© Foto: wotan

Eingangs der Veranstaltung stellte der Gastgeber in einem Abriss sein 1941 gegründetes Unternehmen, die Kern Technik GmbH & Co. KG vor, welches 1972 zwangsverstaatlicht und nach der Wende reprivatisiert worden ist. Die Firma sei auf dem Gebiet der Magnettechnik der Technologieführer und liefere ihre Produkte für Werkzeugmaschinen, Landmaschinen, Baumaschinen, Bahnen, Windräder und Energieschaltanlagen in viele Länder der Erde. Für den Standort Schleusingen spreche das gute Facharbeiterangebot und die Nähe zu Forschungseinrichtungen, wie die Technische Universität Ilmenau und die Fachhochschulen Schmalkalden sowie Coburg.
BVMW-Kreisvorsitzender Schiöberg bat die anwesenden Landtagsabgeordneten der CDU, Michael Heym, Henry Worm und Gerhard Günther sowie die SPD-Landtagsabgeordneten Rolf Baumann und David Eckhardt stärkeren Einfluss auf den Wirtschaftsminister zu nehmen und die Interessen des Mittelstandes noch deutlicher zu vermitteln.
Gerhard Günther betonte, der Haushalt 2012 sehe auch Einsparungen im Wirtschaftsressort vor, z. B. würden Prestige-Objekte wie Stadienbauten „auf Eis“ gelegt. Schwerpunkt der Förderung sei die Schaffung von Arbeitsplätzen.
Henry Worm zeigte auf, dass von 9,1 Milliarden im aktuellen Thüringer Haushalt 2020 nur noch 7,3 Milliarden zur  Verfügung stünden, was rigoroses Sparen erfordere.
Bürgermeister Brodführer hob hervor, die Stadt Schleusingen sei schuldenfrei und konnte 20 Jahre lang alle möglichen Förderungen kofinanzieren und somit in Anspruch nehmen. Unternehmer Kern legte dar, er habe gemeinsame Projekte mit den Schleusinger Schulen realisiert und die 11. Klasse des Gymnasiums hätte beim Projekt „Jugend denkt Zukunft“ hochinteressante Ergebnisse vorgelegt. Bei Gesprächen mit zukünftigen Azubis zeige sich mangelnder Leistungswille und die Tendenz, sich lieber in die „soziale Hängematte“ zu legen.
Herr Gerlach warf ein, viele Schüler erlebten nicht, dass ihre Eltern früh aufstehen und zur Arbeit gehen, was leider prägend sei.
Der Pressesprecher der Agentur für Arbeit Teichmann wies darauf hin, dass bildungsschwache Azubis ohne Kosten für die Unternehmen gefördert würden.
Abschließend stellte Kreisvorsitzender Schiöberg seinen vorgesehenen Nachfolger Thomas Hallung vor, welcher schrittweise eingearbeitet werde.