Arnstadt (ke) - Der Countdown läuft. Am kommenden Wochenende wird in Arnstadt ein neuer Bürgermeister gewählt. Georg Bräutigam sprach mit uns über seine Visionen für Arnstadt, falls er zum Bürgermeister gewählt wird.
Fünf große Themen haben ihn durch den Wahlkampf begleitet, so der 56-jährige studierte Volkswirt. Neben der weiteren Wirtschaftsförderung und einer Gebietsstruktur mit Perspektive, seien es vor allem das Arbeiten, Wohnen und Leben in Arnstadt, worüber er sich viele Gedanken mache.
Neben dem Standort Erfurter Kreuz und der guten Zusammenarbeit mit der Landesentwicklungsgesellschaft, liegen ihm vor allem die kleinen und mittelständigen Unternehmen am Herzen, so der Pro Arnstadt-Kandidat. „Sie tragen die Vereine und haben einen hohen Stellenwert in der Stadt. Wir müssen sie hegen und pflegen.“
Aber er habe durchaus auch Visionen, so Bräutigam. Dazu gehöre für ihn, die Arbeitslosigkeit nochmals zu halbieren und jedem Jugendlichen aus Arnstadt eine Ausbildungsstelle in der Heimatstadt anbieten zu können. „Dabei ist die Berufsschule ein wichtiger Indikator für die weitere Entwicklung.“ Aber auch bezahlbarer und geeigneter Wohnraum für alle Generationen, die Weiterentwicklung der Innenstadt sowie ein entsprechendes Freizeitangebot und Vereinsleben seien für ihn Grundlagen „Arnstadt zu einer noch lebenswerteren Stadt“ zu machen. „Ich habe einen Investor für ein Innenstadtkaufhaus aufgetan“, kann er verkünden und erste Entwürfe eines solchen Handelszentrums präsentierte er zum Bürgerabend in der Arnstädter Stadthalle. Und auch ein Kino in Arnstadt sei für ihn vorstellbar. Kein kommunales, aber auch kein Filmpalast, sondern ein Komfortkino „mit bequemen Sitzen und einem gastronomischen Angebot“.
Dies alles sei für ihn aber nur mit einer „Gebietsstruktur mit Perspektive“ möglich. Dabei setze er auf Gespräche und eine langfristige Zusammenarbeit mit den nördlichen Gemeinden, um als Mittelzentrum neben Erfurt auch in Zukunft noch bestehen zu können.
„Die Bürger werden bei mir immer eine offene Tür finden“, verspricht Bräutigam, der in den vergangenen Jahren im Stadtrat und in Aufsichtsgremien verschiedener kommunaler Unternehmen bereits zahlreicher Erfahrungen sammeln konnte und sich eine Zusammenarbeit mit „allen demokratischen Kräften, die sich für Arnstadt einsetzen wollen“ vorstellen kann.