Gera/Saint Denis (sv) - Mit vielen neuen Eindrücken ist die kleine Delegation der Stadtverwaltung Gera von einem mehrtägigen Besuch aus Saint Denis zurückgekehrt. Baudezernent Ramon Miller, Wirtschaftsförderin Andrea Hortig und Ilona Riese als Koordinatorin für Städtepartnerschaften nahmen dort an den Feierlichkeiten zum Tag der Befreiung am 8. Mai teil.
Während der Gedenkfeier zum Jahrestag der Befreiung am 8. Mai in Saint Denis (v.l.n.r.): Christine Wils-Morel - Leiterin des Verwaltungsbezirkes Saint Denis, Didier Paillard - Oberbürgermeister Saint Denis, Geras Baudezernent Ramon Miller, Partick Braoueze - Präsident des Städteverbundes Plaine Commune.
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Es war der erste Besuch einer offiziellen Geraer Vertretung aus diesem Anlass in der französischen Partnerstadt Denis seit der Wende. Während der Gedenkfeier legten sie als Vertreter Geras einen Kranz nieder. Seine kurze Gedenkrede widmete der Baudezernent der deutsch-französischen Freundschaft. Das vor den Toren von Paris gelegene Saint Denis war die erste Partnerstadt Geras überhaupt. Der Vertrag wurde bereits 1959 besiegelt und im Oktober 1996 erneuert.
„Wir sind von Oberbürgermeister Didier Paillard und den Stadträten sowie den Vertretern des Städteverbundes Pleine Commune mit Präsident Partick Braouezec an der Spitze sehr aufgeschlossen und herzlich aufgenommen worden“, resümiert Ramon Miller. „Wir haben mit den zuständigen Experten, auch von Vereinen und Verbänden, über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Fragen gesprochen und unsere Erfahrungen ausgetauscht.“ Im Mittelpunkt intensiver Gespräche habe die Zusammenarbeit beider Kommunen gestanden, die in den nächsten Jahren intensiviert werden soll. Anlässlich des 50. Jahrestages des Élysée-Vertrages, mit dem 1963 die deutsch-französische Aussöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg besiegelt wurde, ist beispielsweise ein Austausch im kulturellen Bereich geplant. Unter anderem sind Geraer Museen eingeladen, sich an einer großen Kunstausstellung zum Sozialrealismus zu beteiligen. Auch an einer Kooperation mit bildenden Künstlern und mit der Musikschule ist die französische Partnerstadt interessiert. Junge Leute aus Saint Denis werden 2013 zu einem Jugendcamp „Geschichte und Kunst“ in der Otto-Dix-Stadt erwartet, und auch einen Seniorenaustausch ist angedacht.
Auch über die Ansiedlung von Unternehmen und die Stadtentwicklung tauschten Vertreter beider Partnerstädte ihre Erfahrungen aus. Berichtet wurde zum Beispiel über den Bau des Stadions „Stade de France“ in Saint Denis einerseits und die Pläne für die GeraArena andererseits. Als interessant schätzen beide Seiten eine mögliche Zusammenarbeit im Bereich Umwelt und Energie ein. Dies soll intensiver geprüft werden.
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