Weimar (DAV) - Bei den Deutschen Meisterschaften im Bouldern in Auerbach war die Überraschung besonders groß, als sich Alma Bestvater nicht nur eine Podiumsplatzierung sichern, sondern auch für den „European Youth Cup – EYC“ in Grindelwald qualifizieren konnte. Damit war das Abenteuer „internationaler Vergleich“ perfekt.
Los ging es beim EYC dann am vergangenen Sonnabend um 12:10 Uhr. Dass im internationalen Vergleich nochmals ein anderer Wind als auf nationaler Ebene weht, wurde schon bei der Qualifikation deutlich. Nicht 5, sondern 8 Boulder mussten in anderthalb anstatt in zwei Stunden geklettert werden. Dazu waren alle Boulder nochmals einen ganzen Zacken schwerer, sodass 4 Tops zum Finaleinzug gereicht hätten.
Alma nahm sich zuerst die weniger steilen Boulder ohne Sprünge vor, da sie sich hier am meisten ausrechnete. Leider scheiterte sie bei 2 Bouldern am vorletzten Griff, so dass ihr das Glück der vergangenen Woche diesmal leider verwehrt blieb. Nach diesem Projektieren der 2 Boulder war dann auch schon die Zeit sehr knapp, sodass Alma von Boulder zu Boulder rannte, um wenigstens noch einzelne Versuch setzen zu können. Am Ende hieß es dann Platz 23 und jede Menge gelernt, vor allem in der Wettkampfgestaltung und er Taktik.
Bundestrainer Gunter Gäbel analysierte die Bewegungsprobleme als typische „Jungsboulder", also sehr kräftig mit weiten dynamische Zügen beziehungsweise sogar Sprüngen. Ein Kletterstil, der Alma sicherlich nicht entgegenkommt. Sie klettert eher mit viel Körpergefühl und viel Beweglichkeit.
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