Gera (pt) - Kaum ein anderer Verein in der Ostthüringer Region kann auf eine so lange Tradition verweisen wie der TSV 1880 Gera-Zwötzen. Auch die gebotenen Sportarten-Vielfalt sucht ihresgleichen. Unter einem Dach zählt der Geraer Verein insgesamt 14 Abteilungen mit über 1.000 Mitgliedern; damit könnte er mittlerweile der größte Sportverein in Gera sein. Angefangen hat alles im Jahre 1880, als in Gera-Zwötzen die erste Fahnenweihe des „Älteren Turnvereins“ stattfand. Zwischendurch wurde zu DDR-Zeiten aus dem Verein die Betriebssportgemeinschaft „BSG Modedruck Gera“.
Das Sportangebot des TSV 1880 Gera-Zwötzen ist so vielfältig wie nie zuvor. So können Kinder und Erwachsene zwischen den Sportarten Handball, Kanu, Tischtennis, Turnen, Schwimmen, Judo, Badminton, Gymnastik, Rhythmische Gymnastik, Wasserspringen, Volleyball, Triathlon und Bowling wählen. Alle Abteilungen hier vorzustellen, würde sicherlich eine eigene kleine Zeitung benötigen, aber nichts desto trotz soll einiges erwähnt werden. So wurde Katrin Puth und Robin Schneider Vizeweltmeister in ihren Altersklassen, im Duathlon bzw. Triathlon. Sportarten, die Radfahren, Laufen und Schwimmen vereinen. Den Geraer Sportpreis 2011 in der Kategorie „Herausragende Nachwuchssportlerin“ konnten übrigens die TSV-Kanutin Nicole Sörensen und 2012 in der Kategorie „Sportliche Spitzenleistung“ Robin Schneider mit nach Hause nehmen.
Die Slalomkanuten gewannen in diesem Jahr schon eine Handvoll Landesmeistertitel und dürfen jetzt ebenso viele Athleten zu den deutschen Meisterschaften schicken. Die TSV-Wasserspringer gewannen bei den Süddeutschen Meisterschaften zum Teil mehrfach Medaillen im Juniorenbereich.
Die TSV-Handballerinnen stiegen 2011 in die Mitteldeutsche Oberliga auf, konnten sich diese Saison aber nicht in der Liga halten. Zuletzt zogen sie unabhängig von der Liga, aber bis ins Finale des Thüringenpokals. Leider ging am Ende der Pokal an Ligakonkurrent SV Altenburg. Durch die Erfolge der Frauenmannschaft, profitierte vor allem die Nachwuchsabteilung davon.
Die Rhythmische Gymnastik ist noch lange nicht aus der Mode. Diese olympische Sportart vereint Elemente vom Tanzen, Ballett, Turnen und erfordert Flexibilität, Rhythmusgefühl, Körperspannung und Koordinationsfähigkeit. Die Mädchen des TSV 1880 Gera-Zwötzen belegten Anfang diesen Jahres im Finale der Regionalliga-Ost den dritten Platz. Die nächste große Veranstaltung findet mit dem 11. offenen Turnier am 30. Juni in der Panndorfhalle statt. Auch für Senioren bietet der Verein ausreichend Möglichkeiten, sich sportlich zu betätigen.
Weitere Infos zum Traditionsverein finden Interessenten unter www.tsv1880gera.de.