Hart umkämpftes 3:2 für den VfB 91 Suhl

Erster Suhler Playoff-Sieg gegen Schwerin

Suhl (wotan) - Am 25. März 2012 empfing der VfB 91 Suhl den Schweriner SC zum ersten Playoff-Spiel um den Einzug in das Halbfinale und rang den Deutschen Pokalsieger und amtierenden Deutschen Meister vor begeisterten 700 Zuschauern knapp mit 3:2 nieder.

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Suhler Team gegen Schwerin

© Foto: wotan

Das Heimpunktspiel gegen Schwerin hatte Suhl im Dezember 2011 mit 3:2 gewonnen, das Auswärtsspiel am 21. März 2012 mit 0:3 verloren. Das war am 25. März 2012 aber „Schnee von gestern“, denn es ging mit dem Playoff-Viertelfinale „bei Null“ los. Vor dem Match war Vendula Merkova als punktbeste Spielerin der Saison ausgezeichnet worden.
Felix Koslowski schickte als Startformation Marija Pucarevic, Anna Kalinovskaya, Martina Utla, Ivana Isailovic, Claudia Steger, Vendula Merkova und als Einwechselspielerin Suzana Cebic auf das Feld.
Im ersten Satz machten die Gäste das druckvollere Spiel und führten zu den technischen Auszeiten 8:6 und 16:13. Beim Rückstand von 15:20 wechselte Felix Koslowski für Vendula Merkova und Marija Pucarevic die Spielerinnen Sue Jacobi und Laura Dijkema ein. Beim 17:21 wurde wieder zurückgewechselt, aber der Satzverlust mit 20:25 nicht verhindert.
Im zweiten Satz lagen die VfB-Damen zunächst mit 2:5 im Rückstand, machten dann fünf Punkte in Folge und führten zu den technischen Auszeiten 8:6 und 16:14. Beim 24:19 kam der Schweriner SC noch einmal bedrohlich auf und konnte auf 24:23 verkürzen ehe Sue Jacobi der Satzball gelang und Suhl zum 1:1 ausgleichen konnte.
Im dritten Satz lag Suhl zur ersten technische Auszeit mit 6:8 hinten, konnte aber bis zur zweiten technischen Auszeit einen 16:12-Vorsprung erarbeiten und den auf 18:12 ausbauen. Beim 24:21 sah es nach einer klaren Angelegenheit für Suhl aus, aber der Schweriner SC schaffte den Ausgleich zum 24:24. Die VfB-Damen hatten beim 25:24, 26:25 und 27:26 weitere Satzbälle, wovon der Letzte zum 28:26-Satzgewinn und 2:1-Spielstand verwandelt werden konnte.
Der vierte Satz war ein ständiges Auf und Ab, 8:7 und 15:16 bei den Spielabschnitten belegen das. Nach dem 23:23-Gleichstand hatte der Schweriner SC das bessere Ende für sich und konnte zum 2:2 ausgleichen. Jetzt musste, wie im Dezember, der Tiebreak entscheiden. Zum Wechsel lag der VfB 91 Suhl mit 8:7 knapp in Führung und hatte beim 14:13 den ersten Matchball, den Schwerin abwehren konnte.
Die Suhler errangen weitere Matchbälle, zum 16:15, 17:16, 18:17, 19:18 und 20:19, die aber nicht verwertet werden konnten. Dann lag Schwerin mit 21:20 und 22:21 in Front und hätten das Spiel entscheiden können. Vendula Merkova gelang der nächste Suhler Matchball zum 23:22 und dann wurde der erlösende Punkt zum 24:22 und somit 3:2-Sieg erkämpft. Der Jubel in der Wolfsgrube war grenzenlos. Trainer Felix Koslowski bescheinigte seinem Team eine „Riesenleistung“ und fand  unglaublich, was es geschafft habe. Solche Heimspiele müsse man einfach gewinnen.
Scherzhaft wurde festgestellt, jetzt bräuchten wir nur noch den „Golden Set“ in Schwerin gewinnen, um ins Halbfinale zu gelangen.
Die Zuschauer, welche bei dem schönen Wetter lieber zu Hause im Freien geblieben waren, haben die spannendste Begegnung der gesamten Saison verpasst. Dieser Volleyball-Krimi war einzigartig!