Suhl (sg) - Nachdem der Wahlausschuss alle drei Kandidaten um den Stuhl des Oberbürgermeisters bestätigt hat, beginnt nun die „heiße Phase“. Rede und Antwort stand Marcus Kalkhake, Kandidat der CDU den Bürgerinnen und Bürgern in der Privaten Fachschule für Wirtschaft und Soziales. Zu Gast war Christian Carius geladen, Thüringer Minister für Bau, Landesentwicklung und Verkehr.
Kalkhakes Ziel ist den Abriss der vielen Wohnblocks zu stoppen, denn so gibt es keine Wohnfläche für Leute, die gerne nach Suhl ziehen würden, aber nichts geeignetes finden. Er erklärte, dass der Wohnungsmarkt in Suhl katastrophal ist. Auch der Bedarf an barrierefreies oder betreutes Wohnen sei nicht in umfangreichen Maße gegeben. Der demographische Wandel würde aber deutlich zeigen, dass es mehr ältere Bürgerinnen und Bürger in der Zukunft geben wird, die diese Leistungen in Anspruch nehmen müssten und auch wollen. Er hat sich zum Ziel gesetzt, diese Schwerpunkte verstärkt anzugehen. Christian Carius verwies ebenfalls auf den demographischen Wandel, der kommen würde, den man also nicht aufhalten kann.
Aber auch das Thema Infrastruktur wurde beleuchtet. Schließlich wurde Suhl einst für 60.000 Menschen konzipiert. Heute sind es knapp die Hälfte weniger. Das führt dazu, dass Leitungen, Rohre und Kanäle nicht voll ausgelastet sind und auch teilweise nicht gebraucht werden. Man müsse konkrete Ziele finden, die sich mit dieser Problematik auseinandersetzen. Am 22. April sind die Oberbürgermeisterwahlen in Suhl, zu denen sich neben Marcus Kalkhake auch Holger Auerswald und Dr. Jens Triebel stellen.