Segelflieger des LSV Hofgeismar

Hofgeismar hat einen Bundesligaverein

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Ruben Dreßen konnte seine ersten Alleinflüge (A-Prüfung) nach nur 35 Starts mit Fluglehrer auf dem Schulungsdoppelsitzer des LSV Hofgeismar absolvieren.

© Foto: cp

Hümme (hak) - Die Segelflieger des LSV Hofgeismar haben es geschafft: Der Aufstieg in die erste Bundesliga der Segelflieger zum Abschluss der Streckenflugsaison 2020 ist gelungen. Waren den Hofgeismarer Piloten in den vergangenen Wochen schon einige herausragende Streckenflüge gelungen und war man damit schon in die Aufstiegsplätze vorgerückt, so manifestierten die Flüge der nordhessischen Piloten während des Sommerlehrgangs auf der Dingel nun endgültig den Aufstieg in die erste Liga der deutschen Segelfliegerei. Die „Dingelaner“ setzten sich dabei in einem harten Wettbewerb gegen weitaus größere Vereine, insbesondere aus Süddeutschland, durch. Hilfreich waren den Piloten von der Dingel dabei auch die hervorragenden Flugwetterverhältnisse in der ersten Augustwoche.
In den Sommerferien findet auf dem Segelfluggelände „Der Dingel“ bei Hümme regelmäßig ein Sommerlehrgang statt. In diesem Jahr dauerte dieser unter dem Einfluss der Corona-Pandemie nur für eine Woche, in der allerdings bei den vorherrschenden Wetterbedingungen sowohl die Flugschüler als auch auch die Scheininhaber und Streckenflieger „voll auf ihre Kosten kamen“, so die 1. Vorsitzende des LSV Hofgeismar, Dr. Ulrike Teichmann. So waren u.a. große Streckenflüge bis 700 Kilometer möglich. Insgesamt nahmen 30 Piloten und Flugschüler des LSV Hofgeismar mit zehn Flugzeugen teil, aber auch einige Gäste aus befreundeten Vereinen waren dabei und unterstützten die Dingel-Crew. Insgesamt starteten die Segelflugzeuge während der Lehrgangswoche 280 mal von der Dingel und erreichten eine Gesamtflugzeit von ebenfalls 280 Stunden. Die Hälfte dieser Flugzeit ging dabei auf das Konto der Vereinsflugzeuge.
Neben dem Streckenflug ist dem LSV Hofgeismar die Ausbildung des Segelflieger-Nachwuchses seit jeher ein wichtiges Anliegen. Und so konnte Ruben Dreßen (Hofgeismar) nach 35 Starts mit Fluglehrer gleich zu Beginn des Sommerlagers seine ersten Alleinflüge absolvieren. Kathi Fischer vom LSV Gersthofen gelang als Bestandteil ihrer Flugausbildung ein 100-Kilometer-Streckenflug. Seine Ausbildung zum Segelflugzeugpiloten krönen und damit erfolgreich abschließen konnte Till Hengst (Borgentreich) mit dem Bestehen seiner Prüfung zum Luftfahrerschein.
Eine weitere Attraktion im einwöchigen Programm auf der Dingel waren einige Starts des Heißluftballons von Vereinsmitglied Uwe Orth. Allein die reine Größe des majestätischen Ballons beeindruckte die Segelflieger und in sicherem Abstand um das Segelfluggelände herum auch einige Zuschauer.
Nach Aussage von Ulrike Teichmann war der Sommerlehrgang trotz der Beschränkungen durch die Corona-Regelungen gut durchzuführen: Die Teilnehmer hielten sich überwiegend im Freien auf. In den Doppelsitzern wurde mit Mund-Nasen-Schutz geflogen und das Hygiene-Konzept wurde akribisch befolgt.