Hofgeismarer Piloten flogen Rekord

Bild anzeigen

Christoph Danders knackte die 1.000 Kilometer-Marke im Segelfliegen.

© Foto: LSV Hofgeismar

Hümme (hai) - Ein Streckenflug über 1.000 Kilometer im reinen Segelflug, geflogen ohne Unterbrechung an einem einzigen Tag – bis vor einigen Jahren träumten davon viele Piloten, doch nur wenigen gelang die Verwirklichung des Traums. Mittlerweile sind jedoch die Wettermodelle präziser und besser zugänglich geworden, weshalb immer mehr Segelflieger auch in Deutschland diesen Meilenstein erreichen.
Bei besten Wetterbedingungen fürs Segelfliegen nutzten gleich zwei Piloten des LSV Hofgeismar, Christoph Danders und Achim Wehrmann, den Tag und übertrafen zum ersten Mal die begehrte 1.000 Kilometer Marke im reinen Segelflug.
Christoph Danders startete bereits um kurz nach 9 Uhr in Walsrode im doppelsitzigen Segelflugzeug vom Typ Arcus M, gemeinsam mit Frerk Frommholz, der regelmäßig auf dem Hofgeismarer Segelflugplatz „Der Dingel“ zu Gast ist. Der Flugweg führte die beiden Piloten in den folgenden zehn Stunden bis nach Polen. Wegen der Kälte dick eingepackt, überflogen die beiden hochkonzentriert insgesamt sieben Längengrade und konnten eine lange Aufreihung von Wolken, eine sogenannte Wolkenstraße, bis weit nach Polen nutzen. Mit einer Streckenlänge von 1.108 Kilometer übertrafen die Piloten den bisherigen Streckenflugrekord von Steffen Brill um mehr als 100 Kilometer. Für Frerk Frommholz war es bereits der zweite 1000 km-Flug in Norddeutschland.
Der zweite Hofgeismarer Rekordpilot, Achim Wehrmann, startete in Delmenhorst zu seinem ersten 1.000 km-Flug. Gemeinsam mit Copilot Manfred Heßler startete er um 9.30 Uhr im doppelsitzigen Flugzeug vom Typ Nimbus 4DM bei zunächst noch schwachem Segelflugwetter, das sich zum Glück für die Piloten jedoch schnell verbesserte. Nach dreieinhalb Stunden wurde in Polen der östlichste Punkt des Fluges erreicht. Die durchschnittliche Fluggeschwindigkeit lag bereits über 130 km/h. „Südlich von Stettin mit Blick aufs Haff über die Oder zu fliegen, war einfach überwältigend. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir bereits das Gefühl, dass unser Traum von den 1.000 km in Erfüllung gehen kann. Auf diesen Tag hatte ich lange gewartet“, berichtete Achim Wehrmann. Der Rückweg wurde durch Schneeschauer in Mecklenburg, die umflogen werden mussten, erschwert. Ab der Elbe im Süden von Hamburg schien jedoch wieder die Sonne, und die Piloten wurden nach 1.059 km begeistert empfangen.
1.000 Kilometer sind im Segelflug vielleicht nicht immer möglich, doch wenn man auch einmal Hofgeismar und Umgebung von oben sehen möchte, kann die Segelflieger am Wochenende auf dem Segelfluggelände „Der Dingel“ in Hümme gerne besuchen. Information gibt es auf der Homepage des Vereins www.segelflug-hofgeismar.de, telefonisch unter 0160/94409148 oder email: info@segelflug-hofgeismar.de.

Möchten Sie diesen Artikel

Versenden Drucken
Anzeige

Diesen Artikel versenden

Absender-E-Mail:*
Empfänger-E-Mail:*
Nachricht:*

* Pflichtfelder