Beverungen (pv) - Am Anleger des Beverunger Bootshauses war eine Menge los. Hunderte von Teilnehmern des Wesermarathons von Hann.-Münden nach Hameln machten dort Zwischenstopp. Der Wassersportverein nutzte die Gelegenheit zur Taufe ihres neuen Drachenbootes.
Vor dem WSV-Bootshaus ging es zu wie in einem Bienenstock. Teilnehmer des Wesermarathons stiegen hier als Bronze-Ziel nach 51,7 Kilometer Strecke ganz aus ihrem Boot oder nutzten die Örtlichkeit zu einem Zwischenstopp. Laut Angaben des Veranstalters, des Mündener Kanuclubs hatten sich 1600 Teilnehmer mit ihren rund 1000 Booten für diese sportliche Herausforderung angemeldet. Beverungen war Bronze-Ziel und Holzminden Silber-Ziel (ca. 80 Kilometer). Für die ganz harten Sportler war in Hameln nach ca. 110 Kilometern dann endgültig Schluss.{elment}
Für den WSV-Beverungen mit dem Vorsitzenden Ralf Göllner war dieser Tag ein willkommener Anlass ihr neues Boot zu taufen. Das in der Buk-Werft in Rostock angefertigte Boot hat Platz für 10 Paddler plus Steuermann und plus Schlagmann. „Wir haben extra ein etwas kleineres Drachenboot genommen, um auch kleineren Gruppen die Möglichkeit für diesen Sport zu bieten. Auch beim Drachenbootrennen Anfang Juli können so Gruppen mit weniger Teilnehmern an den Start gehen“, erklärte Ralf Göllner, der dann zur Tat schritt und das neue Boot taufte.
Beim WSV ist es eine Tradition, den Booten einen Namen zu geben. Als kleine Schwester des großen Bootes mit 20 Personen Besatzung, das „Black Pearl“ heißt, musste natürlich wieder ein Begriff aus dem Bereich der Piraterie her.
Man einigte sich schließlich auf „Mary Read“, einer Frau die im 18. Jahrhundert als Mann verkleidet auf einem Schiff anheuerte. Nach dem Entern des Schiffes schloss diese sich den Freibeutern an. Die am Ende zum Tode verurteilte Piratenbraut starb in einem Gefängnis auf Jamaika.
Mit einer Flasche Sekt taufte Göllner das neue Drachenboot mit den Worten: „Ich taufe dich auf den Namen „Mary Read“. Mögest du alle Insassen stets ohne Schaden wieder ans Ufer bringen. Wir freuen uns auf eine tolle Zeit mit dir „Mary Read“.“ Dann stieg die Besatzung zur Jungfernfahrt in das neue Flaggschiff der Flotte des WSV.
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