Empfang des Präsidiums des SSV Gera für Geraer Olympiahoffnungen im Bahnradsportler

Olympia 2012 im Visier

Gera (rs) - Der Kampf um die begehrten Olympiatickets ist voll entbrannt. Zu den Olympiahoffnungen für London (27. Juli bis 12. August 2012) zählen auch die Geraer SSV-Radsportler René Enders, Robert Förstemann und Madeleine Sandig. Doch noch ist alles offen. „Noch heißt es abwarten", meinte René Enders.

Bild anzeigen

Die Olympiahoffnungen des SSV Gera 1990 für London 2012: René Enders, Madeleine Sandig und Robert Förstemann.

© Foto: Reinhardt Schulze

Bereits 2008 hatte Enders im Teamsprint bei den Olympischen Spielen in Peking Bronze geholt. Leistungsmäßig hat er seit dieser Zeit mehr und mehr an Profil gewonnen, was auch seine Saisonerfolge belegen. Da liegt es für ihn nah, nach Höherem zu streben. "Wir wollen Olympiasieger werden. Schließlich sind wir zuletzt beim Weltcup in Cali/Kolumbien ja Weltrekord gefahren", sagte der 24 Jahre.
Bei Olympia in Peking nur als Ersatzmann nominiert, geht es für den Geraer Robert Förstemann für London um einen festen Startplatz. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht, dennoch meint er: „Das wird ein heißer Kampf."
Auf ein erfolgreiches Wettkampfjahr blickt auch die Geraerin Madeleine Sandig zurück. Nach Silber bei der Europameisterschaft in Apeldoorn/Niederlande und Bronze beim Weltcup in Astana/Kasachstan, hofft sie auf einen Startplatz in der Mannschaftsverfolgung. Doch sicher ist sie sich ihrer der Sache nicht. „Klar, wer will schon nicht bei den Olympischen Spielen starten. Muss sehen, was die kommenden Wochen bei der Vorbereitung bringen. Mit meinen Leistungen der letzten Saison bin ich ganz zu frieden. Ich werde auf jedem Fall mein Bestes geben", meint die 28-jährige.
Um sich sportlich weiterzuentwickeln, beleibt es nicht aus, dass neue Wege gegangen werden müssen, die einen Vereinswechsel oder auch Teamwechsel mit sich bringen. So startet René Enders in den Trikotfarben des SWE-Teams Erfurt und Robert Förstemann für das Chemnitzer Team Erdgas 2012. Nur Madeleine Sandig startet mit einer Lizenz des SSV Gera 1990. Was alle drei aber eint, ist ihre Bodenständigkeit zu ihrem Heimatverein.
Häufig hält sich der Kontakt zum Verein nur über e-mail oder SMS. Ein gemeinsames Treffen, ist aus terminlichen Gründen meist eher unwahrscheinlich. Ganz anders am 15. Dezember 2011. Die drei Athleten waren der Einladung des Präsidiums des SSV Gera 1990 in die Gaststätte „Finkenstube" gefolgt, wo sie vom Vereinspräsident Wolfgang Reichert, in Anwesenheit der SSV Trainer und des Präsidenten des Thüringer Radsport-Verbandes, Uwe Jahn, recht herzlich begrüßt wurden. Zwanglos wurden Gespräche zum Saisonverlauf, den Hoffnungen für 2012 geführt, aber auch so manche Erinnerung wieder ausgegraben.
„Wenn Sie damals nicht gewesen wären, würde ich heute nicht hier sitzen", erinnert sich René Enders, den Gerald Mortag einst an der Talsperre in Zeulenroda „aufgelesen" hatte.
Einmal für einige Stunde abschalten, vergessen lassen, dass René Enders und Robert Förstemann sportliche Konkurrenten sind und ihnen Mut machen, für das was in den kommenden Monaten bis London folgt, dazu sollte das Zusammentreffen dienen.
Bereits am 4. Januar startet für die drei Geraer Olympia-Hoffnungen die "Operation London". Im Trainingslager in Kapstadt/Süd Afrika werden beim Straßentraining die Grundlagen neu gelegt und auf der Bahn zusätzliche Einheiten eingeschoben. Im Februar folgt beim Weltcup der Olympia-Test in London, bevor spätestens nach der Weltmeisterschaft in Melbourne (4. bis 8. April) feststehen wird, wer im Sommer zu den Spielen nach London reist.

Bewerten Sie diesen Artikel

5.0
5,0 (4 Stimmen)

Möchten Sie diesen Artikel

Versenden Drucken
Anzeige

Noch keine Kommentare vorhanden

Zu diesem Artikel wurde noch kein Kommentar hinterlassen, schreiben Sie doch den ersten.

Diesen Artikel versenden

Absender-E-Mail:*
Empfänger-E-Mail:*
Nachricht:*

* Pflichtfelder
Als Startseite festlegen Facebook Twitter RSS-Feeds Mobile