Eastern Province RC Gera verfehlte nur minimal Rang 3 beim Heimturnier

Rugby statt Fußball auf dem Rasen im Stadion der Freundschaft

Gera (tti) - Ausgemacht heiß her ging es am Sonnabend im Stadion der Freundschaft beim Heimturnier des Eastern Province Rugby Clubs Gera in der Mitteldeutschen Liga. Die Sonne meinte es mehr als gut mit den eben sieben Männern, die beim 7-er-Rugby über die ganze Breite des Spielfelds kombinieren. Am bisher wärmsten Frühlingstag waren mit dem EPRC Gera acht Mannschaften angetreten; dabei u.a. WG Magdeburg, ATSV Grubenhunte Freiberg und TR Chemnitz, die in der Vorwoche das erste Turnier der Frühjahrsserie für sich entschieden.

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Kein Strammziehen des Hosenbodens für ein Vergehen, sondern Einwurf nach Seitenaus mit dem Rugby-typischen Anheben des Fängers der anspielenden Mannschaft.

© Foto: Thomas Triemner

Gera wurde der Gruppe B zugelost und traf im ersten Spiel gleich auf die Top-Favoriten aus Magdeburg. Der Spitzenreiter legte los wie die Feuerwehr. Magdeburgs Ankick kam zwar gut bei Eastern Province an. Aber da bekam man den Ball nicht sicher in die Hand. Magdeburg, konterte und legte sprintstark gleich den ersten Versuch. So etwas knabbert natürlich an der Motivation, und leider zog sich die Dominanz der Gäste durch das ganze Match. Gera zeigte sich kampfstark in der Verteidigung, aber nur wenig effektiv in der Offensive und musste sich nach zweimal sieben Minuten 0:36 geschlagen geben. Die Rehabilitation gelang gegen die junge Mannschaft von Brandis, die allerdings teilweise mit nicht Rugby-konformen Aktionen zu Werke ging. Gelbe Karten und Zeitstrafen folgten. Stehen blieb ein deutlicher 24:7-Erfolg in dieser Partie. Hier fiel die 50-Prozent-Quote der Geraer bei verwandelten Erhöhungskicks nicht ins Gewicht. Später hätte das so sein können. Denn die Gastgeber beherrschten auch die letzte Vorrundenbegegnung mit dem SV Horken Kittlitz und gewannen 41:0. Die saubere Spielweise machte Laune. „Dabei ist die Erfahrung, Taktik und gute Kondition gefragt. Das konnte Eastern Province am besten in diesem Spiel umsetzen.“ wertete Dr. Marco Groth, Geras selbst auf dem Feld aktiver Präsident diesen Auftritt der Geraer und den Einzug ins Platzierungsspiel um Tagesrang 3.

Da sollten sich die Einheimischen gegen Freibergs Grubenhunte nochmals stark in Szene setzen. Zwar fühlte sich der derzeit vergleichsweise kleine Geraer Spielerstamm in der Hitze des Tages auf dem großen Platz schon etwas ausgelaugt. Doch der Eastern Province RC bewies Siegeswillen. Das Spiel war heiß umkämpft. Den Geraern gelang die Führung. Aber bei Halbzeit stand es 7:7. In Hälfte zwei die gleiche Nummer; nochmals 7:7. Das bedeutete obendrein bis zu zweimal fünf Minuten Verlängerung bzw. der Sieg beim ersten erfolgreichen Durchbruch und quasi goldenen Versuch einer Mannschaft. EPRC Gera unterlief nach gut einer Minute ein Verteidigungsfehler. Den nutzte ein Freiberger zum entscheidenden letzten Sprint über das halbe Spielfeld. Rang 3 war somit knapper vergeben als erwartet. Allerdings bedeuteten die zwei Turnierpunkte weniger für Geras Platz 4, dass sich EPRC (45 Punkte) in der Ranglistentabelle zunächst nicht vor Chemnitz (46) oder Kittlitz (45,5) einreihen konnte. Der Tagessieg ging an Spitzenreiter Magdeburg vor Chemnitz.

Eastern Province RC bedankt sich bei der Sportstättenverwaltung, dass dieser Heimspieltag wieder in Nachbarschaft zum Hofwiesenparkfest im Stadion stattfinden konnte. Präsenz ist nützlich, um Interesse für Rugby zu wecken und vielleicht Spielernachwuchs verschiedener Altersgruppen (männlich und weiblich) zu gewinnen. (Treffpunkt: Postsportplatz Bieblach / mehr Infos unter: www.rugby-gera.de)