Jena (anw) - Der SV Jena-Zwätzen feiert am Freitagabend sein 100-jähriges Bestehen mit einer großen Party im Festzelt auf dem Vereinsgelände. Neueste Forschungen hatten gezeigt, der Vorläufer war 1912 schon präsent.
Turner hatten den I. Turnverein Zwätzen“ ins Leben gerufen. In einem Waldstück wurde ein Sportplatz errichtet. 20 Jahre später konnten die Zwätzener Sportler das Abrissmaterial der Gießerei im Zeiss-Hauptwerk für den ersten Turnhallenbau nutzen.
Heute ist der SV der sechstgrößte Sportverein in Jena. Rund 600 Aktive(die Hälfte sind Fußballer durch alle Altersklassen), davon 140 Frauen, stehen in der Mitgliederliste. 27 lizensierte Trainer plus weitere ehrenamtliche Helfer sorgen für den Trainings- und Wettkampfbetrieb.
„Jede Generation hat am Vereinsgelände mit gebaut“, sagt Klaus Rößler, 23 Jahre lang Vereisvorsitzender und heute Ehrenpräsident. Der SV, der nach dem 2. Weltkrieg immer wieder umbenannt wurde und mehrere Trägerbetriebe aufwies – zuletzt den A-Betrieb des Zeiss-Werkes – hat sein sportliches Spektrum immer wieder erweitert. Zu den Turnern und Fußballern stießen Handballer, Leichathleten, Bogenschützen, Behindertenkegler, Schwimmer, Schach- und Tischtennisspieler und Radballer. Ganz neu ins Leben gerufen ist die Radsportabteilung. Die, wie Präsident Helmut Stadeler sagt, sich auf den Nachwuchsport konzentriert.
Mit Daniela Pohl weist der Verein eine Ausnahmesportlerin auf. Bei den Paralympics, den Olympischen Spielen für Behinderte, konnte die Schwimmerin allein 5 x Gold holen. Insgesamt stehen in ihrer Bilanz über 30 internationale Medaillen.
Den Abschluss der Festwoche zum Vereinsjubiläum sind am Samstag ab 9.30 Uhr das Vereinssportfest, abends Party im Festzelt und am Sonntagvormittag die Hufeisen-Wanderung von der „Distelschänke“ über Jenzig, Kunitzburg bis zum Sportplatz des SV. Am Abend wird das letzte Vorrundenspiel der DFB-Auswahl gegen Dänemark gezeigt.