Schnepfenthal (k. pawlow) - Der Eisenacher Ultraläufer Holger Sakuth ist seit 1980 jedes Jahr dabei, wenn Mitte Mai der Rennsteiglauf ruft. Damals war er als Abiturient 18 Jahre alt. In diesem Jahr, nunmehr 50 Jahre jung, will er zum 33. Mal beim Rennsteiglauf an den Start gehen.
„Der Rennsteiglauf ist ein bedeutender Teil meines Lebens“ bekennt Holger Sakuth gerne. Er kennt alle Laufstrecken des Rennsteiglaufes, aber zumeist ging er auf dem langen Kanten über derzeit ca. 72 km an den Start. Irgendwann zog es ihn neben dem Rennsteiglauf auch auf noch längere Strecken. Im Jahre 2009 erfüllte er sich mit dem Spartathlon einen Traum vieler Ultraläufer. Der Spartathlon ist ein Nonstop-Lauf von Athen nach Sparta über 245 Kilometer mit einem Zeitlimit von 36 Stunden. Dieser Lauf gilt als einer der längsten und schwersten Nonstop-Läufe weltweit. Es erreichen jeweils nur 30-50% der gestarteten Läufer das Ziel. „Die griechischen Götter waren mir scheinbar wohlgesonnen“ meinte Sakuth, nachdem er als einer von 132 Finishern (vom 320 Startern aus der ganzen Welt) das Ziel an der Statue des König Leonidas in Sparta erreichte. In seinem Vortrag berichtet der Eisenacher Ultraläufer mit eindrucksvollen Bildern und Kurzvideos, über diesen fast unvorstellbar erscheinenden Langstreckenlauf. Er berichtet von glühender Hitze auf schattenlosen Landstraßen, stundenlangen Regengüssen am zweiten Tag, Laufen entlang einer Autobahn (in Deutschland unvorstellbar), LKW´s im Gegenverkehr auf Zentimetertuchfühlung, schmalen Gebirgspfaden voller Geröll mitten in der Nacht, von Lauffreunden, die völlig erschöpft und verzweifelt in den Besenwagen steigen mussten und vielem mehr. Interessierte erleben einen fesselnden Vortrag am Sonntag,, 22. April, 17.00 Uhr, in der GutsMuths-Gedächtnishalle Schnepfenthal, bei dem sie die Strapazen fast hautnah miterleben können, aber auch die unendliche Freude und Zufriedenheit beim Einbiegen auf die Zielgasse mit der Thüringenflagge in der Hand mit Blick auf den König Leonidas.