Ideen jenseits von Joggen und Spazieren

Sport gegen den „Corona-Blues“

Höxter (ozv) - Auch gut ein Jahr nach dem ersten Lockdown hat uns die Corona-Pandemie weiterhin voll im Griff. Während das öffentliche Leben weiterhin ruhen muss, steigt auch die Langeweile und Verdrossenheit.

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Gesundheit besteht ja nicht nur aus körperlicher Fitness, sondern hat auch eine seelische Komponente. Yoga bietet eine hervorragende Möglichkeit, Körper und Geist in Einklang zu bringen.

© Foto: Apothekerkammer

Doch das muss nicht sein. Mit Frühlingsbeginn und besserem Wetter eröffnen sich Möglichkeiten, den Alltag interessanter zu gestalten. „Die Sonne und gutes Wetter generell sorgen für die Ausschüttung von Endorphinen und helfen uns, den ‚inneren Schweinehund‘ zu überwinden“, so Apotheker Björn Schmidt, Sprecher der Apothekerschaft im Kreis Höxter. Doch wie genau soll man seinen Alltag interessanter machen, wenn doch nichts erlaubt ist? Hierfür bieten Sport und Bewegung die optimale Lösung. Nicht schon wieder joggen und spazieren, mögen einige nun denken, doch es gibt viele Alternativen. Wir möchten Ihnen hier fünf Möglichkeiten aufzeigen, an die Sie vielleicht nicht direkt gedachten haben.
Tipp 1: Ausdauersport
„Für das Herz-Kreislaufsystem ist Ausdauersport unschlagbar“, so Apotheker Schmidt. Dabei muss es jedoch nicht immer joggen sein. Auch das Fahrrad bietet eine wunderbare Möglichkeit, etwas für seinen Körper zu tun. Die Region bietet viele schöne Strecken, die eine Fahrt wert sind. Weiter bietet Westfalen-Lippe einige Wandertouren, die schnell erreichbar sind und wo man die Natur genießen kann. Doch Obacht: „Wer in den letzten Monaten wenig Bewegung hatte, sollte behutsam starten und gegebenenfalls vorher einen Arzt aufsuchen, so Schmidt.
Tipp 2: Tischtennis und Federball
Für Abwechslung und ein gutes Maß an Anstrengung können Tischtennis und Federball sorgen. So gut wie jede Schule hat eine Tischtennis-Platte, die nur darauf wartet, bespielt zu werden. Für Federball ist sogar nur eine freie Fläche nötig und es kann direkt gespielt werden. Schläger und Bälle mögen bei einigen noch im Keller oder auf dem Dachboden herumliegen, sind jedoch sonst auch schnell und für kleines Geld verfügbar.
Tipp 3: Yoga und Kraftsport
Wer keine Lust auf Ausdauersport hat, kann auch zum Krafttraining greifen. Hierfür ist bei Anfängern kaum Equipment nötig, eine simple Matte reicht aus. Darüber hinaus stehen an vielen Orten Trimm-dich-Pfade zur Verfügung und das Internet biete viele Übungen oder Trainings zum Mitmachen. Da werden dann auch Fortgeschrittene, die sonst das Fitnessstudio besuchen, fündig.
Alternativ kann auch Yoga eingestreut werden. „Gesundheit besteht ja nicht nur aus körperlicher Fitness, sondern hat auch eine seelische Komponente. Yoga bietet eine hervorragende Möglichkeit, Körper und Geist in Einklang zu bringen“, hebt Apotheker Schmidt hervor. Auch hierfür wird lediglich eine Matte benötigt und verschiedene Praktiken sind im Internet frei verfügbar. Auch bieten viele Yoga-Studios online Stunden an. Yoga ist ebenfalls räumlich flexibel, seine Matte kann man sowohl im Wohnzimmer als auch im nahen Park ausbreiten.
Tipp 4: Entspannte Alternativen
Für ältere Semester oder entspannte Tage gibt es Optionen abseits des einfachen Spaziergangs. In vielen Städten sind Plätze verfügbar, auf denen das gute Wetter bei einer Runde Boules genossen werden kann. Wer dagegen jedoch ein wenig die Umgebung erkunden möchte und ein Smartphone besitzt, sollte Geocaching ausprobieren. Dabei werden mithilfe von GPS kleine Verstecke und Gegenstände gesucht, die andere „Geocacher“ in der Umgebung versteckt haben – ein modernes Versteckspiel, bei welchem man seine Umgebung erkundet. Weiter lässt sich mit Geocaching auch eine Fahrrad-Tour oder eine Wanderung „aufpeppen“, um die Kleinen zu motivieren. „Es muss nicht immer anstrengend sein, alltägliche Bewegung führt ebenfalls zu einer Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens“, sagt Apotheker Schmidt.
Tipp 5: Trend-Sportarten als „Kick“
Wer etwas Neues ausprobieren möchte, der sollte sich mal Headis anschauen. Bei Headis handelt es sich um eine Variation des Tischtennis, bei dem voller Körpereinsatz gefragt ist. Als Ball wird ein Volleyball verwendet, der nur mit dem Kopf gespielt werden darf. Ziel ist es, wie beim Tischtennis auch, Punkte zu erzielen und den Gegner ins Leere laufen zu lassen. Um die Dynamik und Faszination der Sportart zu begreifen, lohnt sich ein Blick auf YouTube.
Apotheker Schmidt rät: „Sport und Bewegung sorgen nachweislich für bessere Laune und ein gesünderes Leben. Es hilft auch, den ‚Corona-Blues‘ zu bekämpfen. Wenn sie die Chance dazu haben, probieren Sie mal etwas Neues aus.“