Favorit VC Gotha II voll gefordert

Volleyball-Landespokal wieder in Gotha

Gotha (w. mengs) - Mit einem verdienten 3:0 (25; 22; 22) Erfolg über den 1.VSV Jena 90 sicherte sich Regionalligist VC Gotha II den Landespokal. Es war der letzte Auftritt des Regionalligateams als 2. Mannschaft des VC Gotha, denn nach der Auflösung der Bundesligamannschaft ist diese Mannschaft zukünftig wieder die Erste beim VC.

Umso erfreulicher, dass es die Mannschaft schaffte, den Pokal nach einjähriger Unterbrechung wieder nach Gotha zu holen, wo er seit 2007 seinen angestammten Platz hat. Für die 2. Mannschaft war es dabei der dritte Anlauf, Pokalsieger zu werden. Vor zwei Jahren war es die eigene Erste, im Vorjahr der Ohrdrufer SV, die das verhinderten. Entsprechend motiviert begannen die von Christopher Röder trainierten Gothaer in der neuen Sporthalle des Marie-Curie-Gymnasiums in Bad Berka. Voller Einsatz und Konzentration waren auch nötig, denn das junge Jenaer Team, das mit seinem 2. Platz in der Thüringenliga in dieser Saison den Aufstieg in die Regionalliga schaffte, forderte den Favoriten von Beginn an. Besonders mit den Schnellangriffen des Gegners hatte der Gothaer Block zunächst Probleme. Doch insgesamt hatte der VC die bessere Spielanlage und wirkte abgeklärter. So wurde eine kleinere Schwächephase in der Satzmitte schnell überwunden und der 1.Satz mit 27:25 gewonnen. Auch im 2.Abschnitt musste man sich gegen engagierte Jenaer, die keinen Ball verloren gaben, erst ins Spiel arbeiten, ehe es dann deutlich besser lief. Besonders Kapitän Markus Braune gab mit guten Aufschlägen und Angriffen immer wieder die Richtung vor. Einen herausgespielten 4-Punkte-Vorsprung brachte die Mannschaft sicher über die Zeit. Den Schlusspunkt hinter den 2.Satz setzte Routinier Stefan Krech, der gekonnt den Block anschlug und den 25:22 Satzendstand herstellte. Den 3.Satz nutzte Trainer Röder zum Wechseln. Für Marcel Bruns kam Carsten Strecker, Krech verblieb für Stephan Werner auf der Diagonalposition. Später kamen noch das andere Gothaer „Urgestein“ Steffen Hüther für Christian Franz ins Zuspiel und der junge Jonas Fiedler für Marek Reichel als Libero. Der VC Gotha II spielte trotz dieser Umstellungen konzentriert weiter und schien klar auf der Gewinnerstraße. Doch etliche, zumindest umstrittene, Schiedsrichterentscheidungen brachten unnötig Hektik in die Begegnung. Die Gothaer verloren zeitweise ihre Linie und mussten nach einem zwischenzeitlichen 13:9 den 14:14 Ausgleich hinnehmen, als Krech wegen angeblichen Meckerns die Gelbe Karte erhielt. Doch auch diese kritische Phase überstanden die Gothaer und Michael Steudings harter Angriff bedeutete den 25:22 Satzgewinn und damit den Pokalsieg. In die große Freude über diesen Sieg mischte sich nach dem Abpfiff aber auch Wehmut, denn es wird zur kommenden Saison einige Veränderungen in der Mannschaft geben. Mit Paul Rüffer, der 2006 in dem Gothaer Team stand, das damals den Aufstieg in die 2.Bundesliga schaffte und dort einige Jahre sehr erfolgreich spielte und Carsten Strecker, seit vier Jahren im Regionalligateam, verlassen zwei Stammspieler den Verein. Beide arbeiten beziehungsweise studieren in Jena und werden deshalb zum gestrigen Gegner wechseln. Die Gothaer Volleyballanhänger und der Verein wünschen Beiden alles Gute für die Zukunft. Welche weiteren personellen Veränderungen es beim VC Gotha geben wird, werden die kommenden Wochen zeigen, wenn es darum geht, die Mannschaft für die kommende Saison zusammen zu stellen. VC Gotha II mit: Markus Braune, Paul Rüffer, Marcel Bruns, Christian Franz, Michael Steuding, Stephan Werner, Marek Reichel, Stefan Krech, Steffen Hüther, Carsten Strecker und Jonas Fiedler.