Jena (sho) - „Frage nicht, was deine Stadt für dich tut, sondern was du für deine Stadt tun kannst“, diesem etwas abgewandelten Zitat von John F. Kennedy hat sich die Bürgerstiftung Jena verschrieben. Im Februar 2002 wurde sie, damals noch unter dem Namen Bürgerstiftung Zwischenraum, von 30 engagierten Bürgern der Stadt Jena und des Saale-Holzland-Kreises gegründet. Mit vielen hinzugekommen Wegbegleitern und Freunden feierte sie nun ihr 10-jähriges Jubiläum. Unter den Gästen waren auch Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht und Kultusminister Christoph Matschie.
„Bürgerschaftliches Engagement macht Spaß, ist kreativ und bringt Menschen zusammen. Das zeigen viele der entstandenen Projekte“, sagte Doris Voll, Vorsitzende der Bürgerstiftung Jena. Die Bürgerstiftung gründete eine Freiwilligenagentur und organisierte 2003 den ersten Freiwilligentag, einen Tag an dem alle Menschen dazu aufgerufen sind, sich zu engagieren. Um junge Leute anzusprechen, wurde ein Schülerfreiwilligentag ins Leben gerufen, den es mittlerweile in Jena, Kahla und Eisenberg gibt. 2005 wurde erstmals die „Versteigerung unbezahlbarer Gelegenheiten“ durchgeführt, von Gelegenheiten, die einen hohen Wert haben, die es jedoch nicht kaufen gibt: Klettern mit Christoph Matschie, Skat spielen oder Hagebuttenmarmelade kochen mit Christine Lieberknecht, Tauchen mit OB Albrecht Schröter. 2006 entstand der Marktplatz „Gute Geschäfte“, eine Art Speed-Dating von Unternehmen und Gemeinnützigen, die sich begegnen und austauschen.
Das neueste Projekt der Bürgerstiftung sind die „Schatzheber“. „Gemäß dem afrikanischen Sprichwort ,es braucht ein Dorf, um ein Kind zu erziehen‘, vermitteln wir Ehrenamtliche in Kitas, die dort die individuellen Fähigkeiten von Kindern fördern“, erklärte Doris Voll.
Für die Zukunft vorgenommen hat sie die Bürgerstiftung Jena, das Stiftungskapital auf eine Million Euro zu erhöhen. Ein kleiner Beitrag dazu geleistet wurde zur Jubiläumsfeier. Dort kam die Skulptur „Ikone.Mythos“ der Thüringer Künstlerin Barbara Neuhäuser unter den Hammer. Rund 1.500 Euro hat sie erbracht. Das Kunstwerk ging letztendlich an Hagen Herzog von der Bürgerstiftung Blankenhain, der sie jedoch der Bürgerstiftung Jena überließ.