GM und Opel Vorstand arbeiten Konzept aus

Deutschland-Plan zur Stärkung von Opel

Rüsselsheim (Opel) - Die Geschäftsleitung der Adam Opel AG, die IG Metall und die Betriebsräte der deutschen Standorte werden über eine Verlängerung des Ausschlusses betriebsbedingter Kündigungen bis Ende 2016 und die Umsetzung des Tarifabschlusses 2012 verhandeln. Teil dieser Gespräche ist auch eine Lösung, wonach das Opel-Werk in Bochum nicht wie allgemein erwartet Anfang 2015 geschlossen würde, sondern die Zafira-Produktion bis zum Auslauf in Bochum verbliebe.

Verhandelt wird auch die Auslastung der Standorte Rüsselsheim, Eisenach und Kaiserslautern - sowie die Zukunft der Bochumer Werke. Gegenstand der Gespräche wird zudem die Planung der Geschäftsleitung sein, unter den gegenwärtigen ökonomischen Rahmenbedingungen und zukünftigen Marktaussichten keine weitere Produktallokation für Bochum nach Auslauf des jetzigen Zafira vorzusehen.

Die Gespräche werden in den kommenden Wochen weitergeführt. Ziel ist es, nicht nur Kosten zu reduzieren, sondern auch die Abhängigkeit von Importfahrzeugen und -komponenten zu verringern. Dies könnte auch die Produktion von Fahrzeugen anderer Marken in den europäischen Werken beinhalten.

Über diese angestrebte Vereinbarung hinaus hat der Opel Vorstand einen Plan ausgearbeitet, der in weiteren Einzelheiten am 28. Juni dem Aufsichtsrat vorgestellt wird. Wichtige Elemente sind u.a.:

- Signifikante Investitionen in das Opel/Vauxhall Produktportfolio von 2012 bis 2016. Dies beinhaltet 23 neue Modelle, 13 neue Motoren und Getriebe sowie weitere Fahrzeuge mit umweltfreundlicher Antriebstechnik. Dadurch erweitert sich die Produktpalette auch um Segmente, in denen Opel derzeit noch nicht vertreten ist.
- Eine neue Produktoffensive, die in Kombination mit neuen Verkaufsstrategien zu einer Marktanteilssteigerung führen soll. Dieser Wachstumsplan geht Hand in Hand mit Kostenreduzierungen und Effizienzsteigerungen, um damit zur Profitabilität zurückzukehren.
- Eine koordinierte und definierte Exportstrategie für Opel innerhalb des GM Konzerns, die sich auf wichtige Wachstumsmärkte konzentriert. Dies beinhaltet Pläne für ein schnelles Wachstum auf Märkten wie Russland und der Türkei, sowie einer Wachstumsstrategie für China, um den Absatz dort in den nächsten Jahren von 5.000 auf 20.000 zu erhöhen. Außerdem plant Opel den Markteintritt in weitere Märkte wie Australien im vierten Quartal dieses Jahres.

 

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