Christian Haase MdB besichtigt WEA in Holzhausen

Haase: „Nach dem EEG ist vor dem EEG.“

Bild anzeigen

Nicht unbedingt gemütlich, aber auf jeden Fall deutlich angenehmer als zu Fuß: Mit dem Monteurs-Aufzug machten sich MaKa-Geschäftsführer Wolfgang Kiene (links) und Christian Haase MdB auf den Weg in die 149 Meter hohe Gondel der Enercon E-101 in Holzhausen.

© Foto: privat

Holzhausen (ozm) - Die jüngst in Berlin verabschiedete Novellierung des EEG (Erneuerbare En- ergien Gesetz) wird aufgrund des jetzt nötigen Ausschreibungsverfahrens der Tod vieler Mittelständler und Bürgerwindparks sein. Letztlich wird kaum jemand die Luft haben, um Ausschreibungen gegen üppig kapitalisierte Großkonzerne oder Fondsgesellschaften zu gewinnen. „Vieles ist nicht eingeflossen, für das wir uns stark gemacht haben. Ich gehe aber davon aus, dass 2018 nochmals an diversen Schrauben des Gesetzes gedreht wird. Daher: Nach dem EEG ist vor dem EEG“, so Haase.
Im Rahmen seiner Sommertour besichtigte Christian Haase die Windkraftanlage der MaKa Windkraft in Nieheim-Holzhausen. Wolfgang Kiene, Geschäftsführer der MaKa Windkraft GmbH aus Brakel, die die Anlage dort realisiert hat, stellte den Werdegang der Anlage ausführlich dar. Inklusive aller technischen Spezifikationen, die in einer gemeinsamen Aufzugfahrt in die 149 Meter hohe Gondel der Enercon E-101 im buchstäblichen Sinne gipfelte.
Gerade die Anlage in Holzhausen ist sinnbildlich für mittelständische und somit bürgernahe Projekte, die in Zukunft nicht mehr funktionieren werden. „Diese E-101 gehört ausschließlich regionalen Kommanditisten. Die Investoren sehen ‚ihre‘ Anlage; und die Stadt Nieheim hat 2015 bereits 60.000 Euro Gewerbesteuer von uns erhalten. Dies alles wäre unmöglich gewesen, wenn man im jetzt gesetzlich fixierten Ausschreibungsver- fahren hätte planen müssen. Wie soll man Investoren überzeugen, wenn man im Vorfeld keine klaren Erlösprognosen abgeben kann? Und alle Kosten im Vorfeld stemmen, ohne überhaupt zu wissen, ob man den Zuschlag erhält?“, so Wolfgang Kiene. „Das neue EEG ist etwas für die großen Investoren, nicht für die kleinen. Ich denke aber nicht, dass das in Stein gemeißelt ist. Da steht uns bei den notwendigen Korrekturen noch einiges an Arbeit bevor“, pflichtete Christian Haase dem MaKa-Geschäftsführer bei. Bei der namentlichen Abstimmung im Bundestag votierte Haase für das neue Gesetz.