Die Organisatoren des Tag des offenen Hofes auf dem Betrieb Engemann fiebern dem 3. Juni frohen Mutes entgegen.
© Foto: OttoPeckelsheim / Schönthal (mo) - Nur wenige Arbeitsplätze sind öffentlicher als das tägliche Tun der Landwirte an frischer Luft und auf Feldern und Wiesen, und doch weiß selbst die Bevölkerung der Dörfer oftmals kaum noch, was sich auf den Höfen und Guten abspielt. Diesem Trend entgegen zu wirken, ist der Antrieb des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Höxter-Warburg, am 3. Juni 2012 von 10 bis 17 Uhr einen „Tag des offenen Hofes“ zu zelebrieren.
Ort des Geschehens ist der Hof von Udo Engemann, dessen Betrieb auf Ackerbau und Schweinemast fußt. Das vielfältige Programm aus Information und Kurzweil wird sich auf dem Hof selbst abspielen und Interessantes für die ganze Familie zu bieten haben. „Besonders die Kinder werden auf ihre Kosten kommen“, verspricht Antonius Tillmann als Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Höxter-Warburg.
Den Grünen Berufszweig erleben zu lassen und bestehende Vorurteile auszuräumen, ist das Bestreben der bundesweiten Aktion „Tag des offenen Hofes“, welche durch den Deutschen Bauernverband, den Bund der Deutschen Landjugend und den Deutschen Landfrauenverband initiiert wurde. Die moderne Landwirtschaft muss wieder begreifbar werden, und was eignet sich da besser als ein Blick hinter die Kulissen, auf Tierhaltung, Landtechnik, Ackerbau und Landschaftspflege zu werfen?
Der Tag beginnt um 10 Uhr mit einem Gottesdienst in der Scheune; grundsätzlich wurde das Programm flexibel ausgerichtet, sodass jede Attraktion im Falle widriger Witterung auch „unter Dach und Fach“ stattfinden kann. Imker, Kleintierzüchter und Streichelzoo, Landmaschinenausstellung und ein Hof-Quiz, eine Strohburg zum Toben und eine (Holz-)Kuh zum Wettmelken: All dies und noch mehr wird es am Tag des offenen Hofes zu entdecken geben. Als Highlight darf sich die Stallführung um 14 Uhr sehen: Sie lässt Besucher viel Wissenswertes rund um einen landwirtschaftlichen Betrieb erfahren und bietet sogar die Möglichkeit, sich die Schweine und deren Lebensumstände, häufig von Vorurteilen umwölkt, ganz genau anzusehen.
Vieles in der Landwirtschaft „wird immer etwas diffus dargestellt“, so Engemann. So legt man großen Wert darauf, am Tag des offenen Hofes Missverständnisse auszuräumen und unklare Sachverhalte zu zerstreuen - und zwar ohne großes Fach-Latein. „Auch der Otto-Normal-Verbraucher soll verstehen können, was wir tun und wie wir es tun“.
Ebenfalls im Fokus stehen die Grünen Berufe: Auch eine Ausbildungsoffensive wurde in den Hoftag integriert, in deren Zuge sich Interessierte über den Beruf des Landwirts informieren können. Zahlreiche Stände haben viel zu sagen, auch über erneuerbare Energien und die - übrigens stark von Nachfrage geprägten - Chancen auf dem Arbeitsmarkt.
Für die Verköstigung sorgt in erster Linie ein Landfrauen-Café, welches nebst Deftigem vom Grill und Kaffee und Kuchen viele Erzeugnisse der Landwirtschaft auffahren wird, um den Hoftag auch kulinarisch abzurunden.
Bei gutem Wetter werden rund 3000 Gäste auf dem Hof erwartet. Zu finden ist er per Navi über „Siedlung Schönthal“. Am Aktionstag werden außerdem zahlreiche Schilder und auch Parkhelfer den Weg weisen, sodass einer problemlosen Anreise auch die grenzenlose Weite der westfälischen Lande nicht im Weg steht.
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