Spritpreise weiterhin auf Rekordniveau

Hohe Spritpreise belasten die Verkehrsbranche

Suhl (wotan/IHK) - Die in den vergangenen Tagen deutlich gestiegenen Benzin- und Dieselpreise beschäftigen nicht nur die Pendler, sondern auch viele Unternehmer.

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Hauptgeschäftsführer Dr. Pieterwas

© Foto: wotan

Besonders betroffen ist vor allem die Verkehrsbranche; jeder Spediteur, Taxiunternehmer und Kurierdienst.
Im Bezirk der Industrie- und Handelskammer Südthüringen (IHK) betreiben rund 900 Unternehmen aus dieser Branche ein Gewerbe. „Nur die wenigsten Unternehmen können sogenannte Dieselklauseln mit ihren Auftraggebern vereinbaren“, erklärt Dr. Pieterwas, Hauptgeschäftsführer der IHK Südthüringen. „Wenn der Dieselpreis eine bestimmte Höhe erreicht, steigt automatisch auch der Frachtpreis, dieser sinkt, wenn der Dieselpreis wieder runtergeht. Dazu seien jedoch Verhandlungen und eine gewisse Marktmacht nötig. Die meisten unserer hier ansässigen Unternehmen generieren ihre Aufträge aus Frachtbörsen im Internet. Dort werden jedoch sehr niedrige Frachtpreise angeboten, die auch keine Preisverhandlungen vorsehen“, so Pieterwas weiter.
Die Initiative Thüringens, die Benzinpreise stärker zu regulieren, sieht Pieterwas allerdings nur als ersten möglichen Schritt zur Eindämmung kurzfristiger Preiserhöhungen an Tankstellen.
„Im Moment verdient der Staat ordentlich am gestiegenen Spritpreis durch die Mehrwertsteuer mit. Hinzu kommen noch die festen Abgaben zwischen 72 Cent und 47 Cent pro Liter nach dem Energiesteuergesetz. Erst wenn auch hier eine spürbare Absenkung der Abgaben durchgesetzt würde, könnte es zu einer längerfristigen Entlastung an der Zapfsäule kommen.“