Regionale Landwirtschaft

Junglandwirt Waldeyer: „In diesen Zeiten froh, auf dem Lande zu leben“

Höxter (ozm) - „Ich bin froh ein Mensch vom Lande zu sein“, sagt der Junglandwirt Noah-Gabriel Waldeyer aus Brakel-Hampenhausen. In diesen Zeiten wisse er umso mehr die Schönheit, die Vorzüge des Ländlichen, der Natur sowie das Arbeiten und Tun in der Landwirtschaft zu schätzen.

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Noah-Gabriel Waldeyer ist froh ein Mensch vom Lande zu sein. Es freut ihn, einen „grünen Beruf“ zu haben. Das Arbeiten in und mit der Natur und den Tieren erfüllen ihn. Die Arbeiten auf dem Hof, auf dem Acker, im Stall gehen in diesen Zeiten normal weiter.

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„Wir haben die Natur, das Grün direkt vor dem Hoftor“, so Waldeyer. Und es freue ihn, einen „grünen Beruf“ zu haben. Er arbeite gern als Landwirt und die Arbeiten auf dem Hof, auf dem Acker, im Stall gingen in diesen Zeiten normal weiter. Das Arbeiten in und mit der Natur und den Tieren erfüllten ihn. Was ihn fasziniere, sei die Vielfalt seines Berufs. „Und wir wissen um unsere Verantwortung für Mensch und Tier“, betont der Jungbauer.
Es freue ihn und „wir spüren es, wir Landwirte erfahren in diesen Zeiten wieder mehr Wertschätzung von Bürgern, Verbrauchern, Politikern - von der Gesellschaft.“ Bei all dem Leid, das das Virus verursache, habe die Krise auch manch positiven Aspekt. Den Wert einer regionalen, heimischen Landwirtschaft sei vielen Menschen wieder bewusst geworden. Verbraucher suchten beispielsweise vermehrt Kontakt zu denen, die die Versorgung der Bevölkerung sicherstellten, so kauften sie vermehrt bei Direktvermarktern, vor Ort, in Hofläden, ein.
„Mit einem Mal stehen wieder existenzielle Fragen im Vordergrund, zum Beispiel um das tägliche Essen. Die Hamsterkäufe und leeren Regale haben es anschaulich gezeigt“, so Antonius Tillmann, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Höxter. Die elementare Bedeutung einer regionalen Land- und Ernährungswirtschaft für die Versorgungssicherheit der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln werde wieder anerkannt.
In den kommenden Wochen und Monaten würden allerdings die Einschränkungen der Corona-Pandemie leider spürbar bleiben. Denn die Folgen einer globalen wirtschaftlichen Rezession würden sich in allen Bereichen niederschlagen. „Nach der Corona-Krise sind daher auch die agrarpolitischen Prioritäten zu überdenken“, erläutert Tillmann. „Die regionale Ernährungssicherung und die Stärkung der heimischen Landwirtschaft müssen wieder in den Mittelpunkt in unserer und der EU-Agrarpolitik rücken.“