Verfolgung in ganz Europa möglich

Mit Satellitenortung gegen Holzdiebe

Finsterbergen (forstamt) - Im Thüringer Forstamt Finsterbergen sind seit Jahren immer wieder Holzdiebstähle zu beklagen. Die Diebesmengen reichen von wenigen Festmetern Holz, die etwa in einem PKW-Kofferraum verstaut werden können, bis hin zu ganzen LKW-Ladungen.

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Holzdiebstahl war bisher schwierig aufzuklären. Die satellitengestützte Verfolgung von unauffällig besendertem Holz ist nunmehr technisch möglich.

© Foto: forstamt finsterbergen

Derartige Straftaten werden sowohl stadtnah, wie auch stadtfern verübt. Eine Kontrolle war bisher nicht möglich, sind doch die Forstreviere flächenmäßig viel zu groß, um sämtliche Holzpolter regelmäßig auf Vorhandensein und Vollständigkeit zu überprüfen. Auch ist die Aufklärungsquote gering, da der Täter auf frischer Tat ertappt werden müsste, um eine eindeutige Rechtssituation zu schaffen. Doch jetzt schöpfen die Grünröcke Hoffnung. Ein Berliner Unternehmen hat aktuell ein mit einem Rüttelsensor ausgestattetes Ortungsmodul entwickelt und zur Serienreife gebracht. Der batteriebetriebene monatelang „scharfe“ Satellitensender wird als kleine Röhre in einem beliebigen Holzstamm des Polters auf der Stirnseite mittels Akkubohrer eingesetzt und mit einer Holzscheibe getarnt. Werden jetzt größere Holzmengen samt Sensor entwendet, schaltet der Rüttelsensor automatisch scharf, die entwendete Holzladung kann per Satellitenortung in ganz Europa verfolgt werden.

 

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