(News-Reporter.NET/SV) - Wer in diesen Tagen seinen Garten betritt, kann den Frühling mit allen Sinnen wahrnehmen: Es duftet nach frischem Gras, die Vögel zwitschern munter, Frühblüher setzen Farbakzente - und auch der Gartenteich erwacht zu neuem Leben. Auch Teichbesitzer machen ihr Biotop fit für den Jahreslauf.
Der optimale Zeitpunkt, um mit der Frühjahrspflege zu beginnen, hängt vom Wetter ab. Erst ab Wassertemperaturen von zehn bis zwölf Grad Celsius werden die Fische aktiver. Bedenken sollte man jedoch, dass die Fische immer noch nicht so flink ausweichen können, wenn in ihren Lebensraum eingegriffen wird. Deshalb ist bei den Arbeiten am Teich Vorsicht geboten. Diese lassen sich grob in vier Bereiche gliedern: die erste Kontrolle, die Bepflanzung, die Wasserqualität und der Fischbesatz.
1. Die erste Kontrolle: Wie ist der Zustand des Teiches? Liegen viel Laub oder andere Pflanzenteile im Wasser? Ist er stark zugewachsen? Hat die Teichfolie durch den Frost Schäden oder Risse davongetragen? Ist die Uferbefestigung stabil? Haben sich Steine oder andere Elemente gelöst, die befestigt werden müssen? Danach kann man mit der richtigen Teichpflege beginnen.
2. Die Bepflanzung: Üppig gewachsene und im Herbst nicht gestutzte Teichpflanzen sollten auf etwa zehn Zentimeter zurückgeschnitten, gegebenenfalls geteilt und umgesetzt werden. Außerdem ist jetzt die beste Zeit, sich für neue Teich- oder Wasserpflanzen zu entscheiden, z.B. Seerosen, Wasserhyazinthen oder Wassermohn.
3. Die Wasserqualität: Damit es keinen übermäßigen Nährstoffeintrag gibt, müssen lose, abgestorbene Pflanzenteile wie Blätter und Halme sowie Mulm mit einem Kescher herausgeholt werden. Nun kann man einen Teil des Wassers austauschen, allerdings nicht mehr als ein Viertel. Dafür am besten sauberes, weiches Regenwasser verwenden. Ab Mai mit entsprechenden Teststreifen regelmäßig den pH-Wert und die Wasserhärte prüfen. Der pH-Wert sollte zwischen 6,5 und 7,5 liegen, die Karbonhärte etwa bei sieben Grad deutscher Härte.
4. Der Fischbesatz: Bei einer Wassertemperatur von zehn Grad C können die Fische wieder gefüttert werden, allerdings in Maßen und am besten mit hoch verdaulichem Futter, um den Verdauungstrakt der Tiere nach der Winterpause nicht überzustrapazieren. Bei konstanten Wassertemperaturen zwischen zwölf und 15 Grad C wieder auf Normalfutter umsteigen.
Übrigens: Auch für all diejenigen, die noch keinen Gartenteich angelegt haben, ist das Frühjahr der ideale Zeitpunkt, um damit zu beginnen.
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