Wartburgregion (sj) - Bundesumweltminister Röttgen kündigte an, dass die Solarförderung künftig monatlich gekürzt werde.
Dazu sagte MdB Christian Hirte: „2011 kam es zum Ende des zweiten Halbjahres zu einem Endspurt bei neuen Solaranlagen, der für das ganze System nicht gut war. Wenn alle halbe Jahre die Förderhöhe sinkt, startet vorher eine chaotische Rallye ohne Streckenplan." An den Zielen der Energiewende ändere dies nichts: „Wir wollen den massiven Ausbau der erneuerbaren Energien. Dazu brauchen wir auch den Solarstrom. Wichtig ist, dass die Energiewende für alle verkraftbar ist - für die Verbraucher, aber auch für die Stromnetze." 2011 seien Solaranlagen mit einer Kapazität von 7.500 Megawatt (MW) errichtet worden, davon 3.000 MW im Dezember. „Allein mit dem Dezember-Ausbau könnte man theoretisch – zumindest unter Volllast im Sommer – alle Haushalte in Sachsen und Thüringen versorgen. Ein so schneller Ausbau ohne Speichertechnologien kann nicht funktionieren. Wir helfen weder dem Klima noch der Energiewende, wenn die Netze darunter zusammenbrechen", so Hirte. Die neuen Pläne sehen vor, dass ab Mai die Solarförderung monatlich um bis zu zwei Prozent sinkt. „Damit könnte man kurzfristig auf Entwicklungen reagieren, die einzelnen Schritte wären aber immer überschaubar. Auch für die Solarbranche wäre diese zeitnähere Variante von Vorteil." Die Novellierung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) solle laut Hirte in den kommenden Wochen beraten und voraussichtlich noch vor Ostern verabschiedet werden.
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