Staatssekretär Dr. Dippel übergibt Förderbescheid für soziale Maßnahmen

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Vizelandrätin Selbert und Staatssekretär Dr. Dippel.

© Foto: privat

Landkreis Kassel (hak) - Einen Förderbescheid in Höhe von 403.276 Euro hatte Dr. Wolfgang Dippel, Staatssekretär im Hessischen Sozialministerium, bei einem Besuch im Kreishaus mitgebracht. „Mit dieser Förderung unterstützen wir den Landkreis bei der Sicherstellung der sozialen Infrastruktur vor Ort“, erläutert Dr. Dippel den Inhalt der Förderung. Die im Verwaltungsdeutsch als „nichtinvestive soziale Maßnahmen“ bezeichneten Förderinhalte betreffen den gesamten Bereich der sozialen Infrastruktur im Kreisgebiet. „Die Mittel dienen zur Unterstützung von Schuldnerberatungsstellen, zur Finanzierung des Frauenhauses, von Beratungsstellen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt und für andere Beratungs- und Unterstützungsangebote im sozialen Bereich“, informiert Vizelandrätin Susanne Selbert. Die Fördermittel des Landes seien eine wichtige Ergänzung der Förderung sozialer Initiativen und Träger im Kreis, so die Vizelandrätin weiter. Selbert: „Ohne das Engagement dieser Initiativen und der freien Träger sind viele Angebote nicht realisierbar“.

Hintergrund:
Das Land Hessen stellt ab 2015 und für die Dauer der Legislaturperiode zu dem bisherigen Ansatz in Höhe von rund 13,8 Millionen Euro zusätzliche Mittel in Höhe von 5,43 Millionen Euro für soziale Hilfen über die Kreise und kreisfreien Städte zur Verfügung. Diese zusätzlichen Mittel aus dem Sozialbudget des Landes werden von den Gebietskörperschaften eingesetzt für Frauenhäuser, Interventionsstellen, Frauenberatung, Notrufe, Schutzambulanzen, zum Schutz vor häuslicher Gewalt und vor sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen.
Voraussetzung für die Auszahlung war die Unterzeichnung einer Zielvereinbarung zwischen Landesregierung, Landeswohlfahrtsverband Hessen und der jeweiligen Gebietskörperschaft.
Die Kommunalisierung ist ein partnerschaftliches Instrument, das zwischen dem Landeswohlfahrtsverband Hessen, der Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen, dem Hessischen Städtetag, dem Hessischen Landkreistag und dem Land Hessen geschlossen wird. Ziel ist es, wirksamere und konsequentere, an den Bedürfnissen der Menschen vor Ort ausgerichtete Angebote zu schaffen.